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Challenge X-Systra in Paris

Zusammenfassung Herren Großfeld -08.02.2020-

Drei Punkte im Heimspiel gegen die Feuervögel aus Leipzig.


In einem hart umkämpften und sehr spannenden Spiel am 08.02.2020 ging der USV Jena mit einem 6:4 gegen Phönix Leipzig als Sieger vom Platz - der zweite Rückrundensieg in Folge und damit die Festigung des derzeit dritten Platzes!

 

Doch nun aber von ganz vorn…

 

Um 14 Uhr kam es zum Rückrundenspiel zwischen den Tikkis aus Jena und den Leipziger Feuervögeln. Das Hinspiel endete damals noch mit einem 8:8 nach Verlängerung. Genau an diesem packenden Fight wollten beide Mannschaften erneut ansetzen und den fast 50 Zuschauern ein fulminantes Floorballspiel bieten!

 

Jena war wie so oft mit annähernd voller Mannschaftsstärke vertreten - zwei Goalies und 16 Feldspieler waren spielbereit. Leipzig kam ebenfalls mit einem vollen Kader nach Jena, wobei vereinzelte Schlüsselspieler fehlten. Die ersten Minuten tasteten sich beide Teams zunächst ab. Das Ballbesitzverhältnis war dabei jedoch auf thüringischer Seite. Ganze neun Minuten war der Ball in sicherer Jenaer Kelle. Chancen gab es jedoch auf beiden Seiten, welche zunächst jedoch nicht genutzt wurden. In der 18.Minute war es dann Rauch, welcher den Ball im Leipziger Aufbau abfangen und folglich am gegnerischen Goalie vorbeischieben konnte - das verdiente 1:0. Keine Minute später gelang jedoch den Leipzigern der Ausgleichstreffer. Ein Seitenverlagerung hinter dem Tor und einen Bogenlauf samt Schuss in die kurze Ecke waren das Bild des Phönixer Abschlusses - 1:1. Mit einem Unentschieden sollte es aller Voraussicht nach in die Pause gehen. Doch einen Angriff hatte Jena noch. Knauft brachte den Lochball erneut in die gegnerische Ecke. Kaul erlief sich diesen und zog unbedrängt aus spitzem Winkel ab. Der Ball wurde dabei noch leicht abgelenkt, weswegen dieser im Torknick einschlug - 2:1 der Pausenstand und damit auch eine psychologisch wichtige Antwort!

Die Pause wurde genutzt, um kleine taktische Züge zu verbessern, damit die Führung verteidigt und ausgebaut werden sollte.

 

Das zweite Drittel startete ähnlich wie das Erste. Passstafetten auf beiden Seiten und vereinzelte Abschlüsse spiegelten die nächsten Minuten des Drittels wieder. In der zehnten Minute bekam der USV Jena einen Freischlag in Bandennähe. Ein gefolgter Schuss aus dem Halbfeld konnte vom gegnerischen Goalie nur abgetropft werden, sodass Kaul den Rebound bekam, ihn aber lediglich an den Pfosten schoss. In diesem Chaos mit einzelnen Klärungsversuchen war es unsere Nummer 3 M.C. Rümmler, welche den Überblick behielt und den Ball souverän am Torwart vorbeischoss und auf 3:1 für ihr Team erhöhte. Daraufhin nahm Phönix ihre Auszeit und versuchte die Unruhe im Team wieder zu egalisieren. Die letzten zehn Minuten des zweiten Drittels waren wieder ausgeglichener, blieben aber ohne nennenswerte Abschlüsse - 3:1 nach 40 Minuten - die Zeichen standen auf Sieg!

Zum letzten Pausentee gab es nochmal motivierende Worte vom Trainertrio Starke, Rauch und Hallabrin. Auch Abteilungsleiter Koch und Kapitän Rau lockten noch einmal alle Reserven aus allen Spielern heraus, sodass man nun noch konzentrierter ins Schlussdritell gehen sollte. Eines war jedem klar: Phönix ist in der Bringschuld und wird nun noch mehr Druck machen und auf den Ausgleich pochen.

 

Das letzte Drittel startete so, wie es vorausgesagt wurde. Der FBC Phönix Leipzig setzte nun alles auf eine Karte und machte gehörig Druck. Oftmals wurde dabei Jena sehr weit nach hinten gedrängt und das Aufbauspiel verhindert. Nur wenige Angriffe konnten in dieser Phase gestartet werden. Kleinere Fouls brachten das Spiel zudem ins Stocken. Ein misslungener Freischlag in gegnerischer Hälfte verursachte einen Konterlauf für Leipzig. Auch wenn die Verteidiger der Jenaer noch zurückrennen konnten, gelang es dem gegnerischen Angreifer, den Ball in die Maschen zu schießen - 3:2 der Anschluss war da. Nach dem folgenden Bullygewinn für Jena war es ein blitzschnell durchgezogener Spielzug. Ein Ball wurde aus der Jenaer Hinterreihe auf Rauch durchgesteckt, welcher den völlig freilaufenden Centerspieler Kaul bediente, der den Ball ohne viel Nachzudenken am Goalie vorbeischoss - 4:2. Erneut war es also eine sehr wichtige Gegenantwort auf den Treffer der Feuervögel. Die Druckphasen von Leipzig sollten aber an dieser Stelle nicht aufhören. Eine mehrfache Seitenverlagerung hinter dem Tor der Jenaer Tikkis brachte Leipzig zu einem Schuss aus Bandennähe, welcher unseren Goalie überwindete - der 4:3 Treffer. Folglich wurden die thüringischen Reihen von drei auf zwei umgestellt, wodurch mehr Konstanz ins Spiel zurückgefunden werden sollte. Nach einer Zweiminutenstrafe für Leipzig wurde die PowerPlay Reihe aufs Feld geholt. Obwohl zwischenzeitlich der Ball kurz verloren ging, gelang es Jena das Spielgerät größtenteils ruhig zirkulieren zu lassen, ehe es Max Starke war, der einen beherzten Schuss in Richtung Slot setzte, welcher abermals von den Gegnern abgefälscht und somit ins eigene Tor bugsiert wurde - 5:3 für Jena und noch sechs Minuten auf der Uhr! Das Spiel schien sich dem Ende und der Entscheidung zu nähern, doch ein Fauxpas beim Wechseln brachte ein zuordnungsproblem in die Jenaer Defensive. Leipzig nutzte dies eiskalt und verkürzte erneut - 5:4. Keine 30 Sekunden später war es Kaul, welcher fälschlicherweise das Feld betrat und dem Team eine zweiminütige Unterzahl einbrockte. Leipzig konnte nun alles in diese Überzahl stecken, vergab aber die Chancen. Nach knapp der Hälfte der Strafzeit war es abermals Rauch, welcher einen Fehlpass dankend annahm und nahezu ohne Gegenwehr aufs Leipziger Tor rennen konnte. Wie bereits bei seinem ersten Tor blieb er dabei eiskalt und schob den Ball ruhig am Goalie vorbei 6:4 - die Entscheidung? Leipzig gelang nach diesem Gegentreffer kein erfolgreicher Torabschluss mehr und so überstand Jena mal wieder unbeschadet eine Unterzahl. In den letzten beiden Spielminuten fehlten dann doch die Kräfte. Leipzig verzichtete auf den sechsten Feldspieler und versuchte noch einmal nach vorne zu kommen, doch die Jenaer Abwehr hielt der Offensive stand und beendete letztlich das Spiel mit einem verdienten, aber teilweise gefährdeten Sieg!

 

Zusammenfassend kann man sehr Stolz auf die Leistung der Mannschaft sein. Sowohl die Goalies, als auch die Feldspieler konnten ihre Trainingsfortschritte demonstrieren! Gepusht durch eine super heimische Kulisse wurde der 6:4 Sieg eingefahren, was den dritten Platz definitiv festigen wird. Nun geht es in zwei Wochen gegen Bautzen, gegen die es genauso weitergehen kann! 

 

Für den USV Jena spielten:

[K] Sebastian Rau, [T] David  Sindram, [T] Benjamin Knobloch, Marie-Charlott Rümmler, Paulina Jacob, Manuel Hallabrin, Ba Duong Dang , Tomáš Rauch, Andreas Knauft, Milena Pölöskey, Jakob Erdmann, Maximilian Starke, Patrick Zimmer, Lukas Kaul, Andre Walther, Nathalie Berger, Michael Koch, Joshua Reibert

 

Die Torschützen für den USV Jena waren:

Rauch (2), Kaul (2), Rümmler & ein Eigentor

 

Das  zweite Spiel des Tages bestritten der SSV Heidenau und die zweite Mannschaft vom USV TU Dresden II. In einem eher langsameren Spiel war es letztlich Heidenau, die mit 5:2 gewinnen konnten.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Fans und Zuschauern, die die Halle dieses Mal definitiv zum Beben gebracht haben. Des Weiteren geht ein Dank an alle Organisatoren und freiwilligen Helfer des Heimspieltags. Vielen Dank an Melanie Münzberg fürs Foto machen und Danke an Kevin Gebhardt für die Bereitstellung des Livestreams und der Technik! 

 

Apropos Livestream: Hier habt ihr den Link zum Livestreamvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=P0ntYT7mJVo

 

Hier ist der Link zum Highlightvideo: 

https://youtu.be/Ax_LEVMYb0o

 

 


12.02.2020 12:00 Kategorie: Floorball
Von: Lukas Kaul