Universitätssportverein Jena e.V.
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten
Juggerelite in Jena

Zieleinläufe vor Bergkulissen

Vom 03.08. bis 10.08.2019 verbrachten einige Orientierungsläufer vom USV Jena Wettkämpfe gepaart mit Urlaubsfeeling bei der Swiss-o-Week in und um Gstaad im Berner Oberland. In sechs Etappen - im urbanen Gelände sowie auf steilen Almwiesen und in Wäldern - konnte man sich international vergleichen.


Bilder Christiane Lösch

 

Nach einer längeren Anreise trafen sich am späten Nachmittag des 03.08.19 alle Jenaer, die aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands angereist waren (Jena, Erfurt, Chemnitz, Oberbexbach, Frankfurt a. M.), in Gsteig bei Gstaad ein. Dort hatten wir in der Alten Schule unser Quartier bezogen.

Am nächsten Tag stand als erste Etappe der Sprint in Gstaad unter dem Motto „Die Kultivierte“ auf dem Programm. In der eher nobel anmutenden Bergstadt galt es, zwischen zahlreichen Touristen in teilweise verwinkelten Gässchen, die schnellste Route zu finden. Ein gutes Ergebnis erzielte an diesem Tag Luise Köcher (Platz 6, DB). Am Nachmittag ging es zum Training, um das Wettkampfgelände der kommenden Tage kennenzulernen. Dabei gaben Anja, Till und Sören hilfreiche Hinweise für die Wettkämpfe im alpinen Gelände, welche für alle Teilnehmer eine neue Erfahrung waren.

Der zweite Etappentag mit dem Namen „Die Panoramische“ fand am Col du Pillon statt. Bereits der Weg zum WKZ sowie der Anmarsch zum Start stellten für einige Läufer eine kleine Tagesetappe dar. Umso schöner und belohnend war das Panorama rund um das WKZ. Die Laufstrecken führten über offene Almweiden, Hochplateaus und Passlandschaften mit Mulden, Hügeln, Felsbändern, Steinformationen und kleinen Seen. Dass den Teilnehmer vom USV Jena das Geländelaufen besser liegt, zeigen die Ergebnisse. So konnten sich Paulina Strobel (Platz 11, D20), Till Geiler (Platz 14, H18), Sören Lösch (Platz 11, HE), Mario Gorecki (Platz 8, H55) und Anne Kästner (Platz 5, CL, Oberbexbach) in der vorderen Hälfte des Klassemets einreihen. Da wir an diesem Tag alle zeitige Startzeiten hatten, wurde der Nachmittag für einen Ausflug auf Glacier 3000 genutzt. Ein Ticket für die Berg- und Talfahrt hatte jeder Läufer in den Startunterlagen, ebenso wie ein Wochenticket für den öffentlichen Nahverkehr. Auf knapp 3000 Metern Höhe hatte man einen wunderbaren Ausblick auf das WKZ und konnte sich im Gletscher-Labyrinth-OL ausprobieren. Am dritten Tag waren wir für „Die Genussvolle“ nochmals am Col du Pillon zu Gast. Statt genussvoll beschrieben jedoch alle Interviewten (auch die Schweizer selbst!!!) die Bahn als eher ruppig. Die längeren Bahnen kamen in kartentechnisch sowie läuferisch sehr anspruchsvolle Gebiete, bestehend aus einer Vielzahl von aneinandergereihten größeren und kleineren Dolinen. Nach dem Lauf gönnten sich einige von uns ein wohltuendes Bad im Lac Retaud. Über gute Ergebnisse freuten sich an diesem Tag Antonia Bräuer (Platz 6, D16), Luise Köcher (Platz 9) und Christiane Lösch (Platz 13, beide DB), Alexandra Kuntze (Platz 12, D45K) und Moritz Kuntze (Platz 7, H10). Am Abend machte sich ein Teil der Gruppe zur ausgewiesenen Swiss o Week-Disco auf. Neben der ortsansässigen Dorfjugend waren wir jedoch die einzigen Gäste. Pünktlich am vom Veranstalter eingeplanten Ruhetag machte auch das schöne Wetter eine Pause. Nachdem alle ausgeschlafen hatten, gab es am Nachmittag eine kleine Sporteinheit mit Dehnung und Aerobic durch Alexandra und Christiane. Abends stärkten wir uns für die letzten drei Etappen mit einem Käsefondue.

Die vierte Etappe, welche als „Die Liebliche“ bezeichnet wurde, führte uns mit der Seilbahn auf den Hornberg. Noch beim Anstehen am Lift ahnte keiner, was uns erwartet. Als wir den Nebel durchfahren hatten, tat sich wieder einmal ein herrliches Panorama für uns auf. In dieser Etappe liefen wir vermehrt auf Almwiesen bergauf, bergab, bergauf .... Teilweise gab es auf der Karte Wege, welche in Wirklichkeit nicht da waren. Dafür hatte der Veranstalter gefühlt kilometerweit das Gelände trassiert. Nach geschaffter langer Strecke konnte man an diesem Tag leicht bergab in das Ziel einlaufen. Zufriedenstellend waren die Resultate von Antonia Bräuer (Platz 14, D16), Paulina Strobel (Platz 15, D20), Christiane Lösch (Platz 12, DB), Sören Lösch (Platz 10, HE) und Mario Gorecki (Platz 14, H55). Einige gönnten sich am Nachmittag in Les Diablerets eine süße Stärkung.

Während der fünften Etappe „Die Trickige“ waren wir nochmals zu Gast im benachbarten Kanton Waadt (wie Etappe 2 und 3). Zur Abwechslung ging es an diesem Tag fast nur durch den Wald an einem feingegliederten Hang mit vielen Steinen. Zum Start lief man viel bergauf, ins Ziel wurde durch eine langgezogene Kurve bergab gesprintet. Ein eigenes Erlebnis war der Weg zum Endposten, wo man bis zu den Knien im Schlamm steckte. Im Wald fanden sich an dem Tag Antonia Bräuer (Platz 7, D16), Luise Köcher (Platz 13, DB), Alexandra Kuntze (Platz 11, D45K), Moritz Kuntze (Platz 7, H10) sowie Sören Lösch (Platz 9, HE) am besten zurecht und erzielten gute Ergebnisse. Der sonnige Nachmittag lud zu verschiedenen Aktivitäten ein, beispielsweise zum Klettern oder zum Baden in der Saane.

Am letzten Etappentag war das Schweizer Wetter erstmal traurig darüber, dass unser Aufenthalt zu Ende ging und es regnete kräftig. In Eggli hielten wir uns noch ein bisschen im trockenen Auto auf, im WKZ füllten sich schnell alle Zelte und schon bald kam die Sonne zum Vorschein. Den Weg zum Start absolvierten wir bei dieser sechsten Etappe „Die Entscheidende“ per Seilbahn. Die Strecke führte uns über Alpweiden und Feuchtwiesen letztlich wieder hinab in das WKZ. Nachdem man auf der Strecke schon gut von unten nass wurde, endete der Lauf für alle in einer Schlammschlacht. An diesem Tag gab es für den USV Jena dreimal eine Top10-Platzierung durch Antonia Bräuer (Platz 7), Moritz Kuntze (Platz 4) und Sören Lösch (Platz 6). Am Ende blicken wir auf eine erlebnisreiche Woche mit vielen Erfahrungen und schönen Bildern im Kopf zurück.

Danke an Kirsten für die Organisation dieser Woche sowie an Ursula, Sabine, Mario und Sören, die die Gruppe unterstützten und ihre Erfahrungen weitergeben konnten.

 

 

Vom 03.08. bis 10.08.2019 verbrachten einige OLer vom USV Jena Wettkämpfe gepaart mit Urlaubsfeeling bei


23.08.2019 12:01 Kategorie: Orientierungslauf
Von: Christiane Lösch