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Einladung zur Vollversammlung des USV Jena

USV Jena kämpft sich zum ersten Saisonerfolg

Nach einer langen Durststrecke gelang den Herren des USV Jena am Wochenende der erste Saisonsieg. Mit der letzten Aktion gelang es den Jenaern das Spiel gegen den Tabellennachbarn Stahl Hennigsdorf in letzter Sekunde mit 30:26 (11:12) für sich zu entscheiden.


Georg Doll läuft zum entscheidenden Versuch ins Malfeld ein.

Die Ausgangssituation der Partie versprach ein Duell auf Augenhöhe. Jena und Hennigsdorf standen vor Beginn des Spiels jeweils noch ohne Sieg am Ende der Tabelle. Folglich waren beide Mannschaften höchst motiviert den direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen. Doch gleich zu Beginn des Spiels schockten die Gäste das Heimpublikum. Es brauchte nur eine Handvoll sauber vorgetragener Spielzüge der Gäste, um mit einer Passstafette auf die Außenbahn die Verteidigung zu überwinden. So war es nach wenigen Minuten der starke Hennigsdorfer Fullback, Julius Laetsch, der die 5:0-Führung der Gäste besorgte. In den ersten zehn Minuten war vor allem das Angriffsspiel der Hintermannschaft von Jena zu ungefährlich, um die Brandenburger wirklich unter Druck zu setzen. In der Konsequenz war es wieder das Gästeteam, das für Veränderung auf der Anzeigetafel sorgte. Diesmal war es einer der Stürmer, der sich durch die Jenaer Reihen tankte und schließlich ins Malfeld eintauchte. Durch die anschließende Erhöhung stand es nun 0:12. Dies schien der nötige Weckruf gewesen zu sein und Jena begann sein Angriffsspiel nun selbst aufzuziehen. Enorm gefährlich war der USV durch die Gedränge. Schon in den letzten beiden Spielen zeigte der Jenaer Sturm seine große Stärke in den Standardsituationen. Nach Belieben dominierten die Männer des USV und sorgten immer wieder für gute Angriffspositionen für die Hintermannschaft. Hier scheiterte es jedoch zunächst noch am letzten Pass. Dennoch konnte man sich die Position für zwei erfolgreiche Straftritte erarbeiten, wodurch Jonas Pflumm den Rückstand auf 6:12 verkürzte. Schließlich gelang es Jena noch vor der Pause den ersten Versuch zu legen. Nam Vu schaffte es über die rechte Seite und legte das Ei erfolgreich im Malfeld ab. Nach misslungener Erhöhung ging es mit einem knappen 11:12 in die Pause.

 

Jena verpasste es den Aufschwung aus der ersten Hälfte mitzunehmen und musste relativ schnell nach Wiederanpfiff einen Versuch auf Außen hinnehmen. Durch einen schnellen Ballgewinn der Gäste lief der folgende Angriff in eine noch unsortierte Verteidigung. Nach gelungener Erhöhung zogen die Brandenburger auf acht Punkte davon. Jena steckte in dieser Phase des Spiels jedoch nicht auf und fand zeitnah die passende Antwort. In Folge gelang es dem Jenaer Sturm sich für die starken Standards auch zählbar zu belohnen, und nach eigenem Einwurf an der Fünf-Meter-Linie das Gedränge direkt ins Malfeld zu schieben. Da die Erhöhung aus schwieriger Position ebenfalls gelang, stand es nun 18:19. Das Jenaer Glück hielt jedoch nicht lange an. Wenige Minuten später wurde ein Pass durch die aufmerksame Verteidigung der Gäste abgefangen und direkt zum Versuch getragen. Nach diesem ernüchternden Punktverlust zog Hennigsdorf wieder davon, neuer Spielstand 18:26. Es begann eine Schlussphase, in der Jena bewies, wie viel Kampfgeist in ihnen steckt. Der eingewechselte Center Georg Doll schaffte es immer wieder die Verteidigung der Gäste zu durchbrechen. So gelang es den Gastgebern immer mehr Druck zu generieren und schließlich war es Doll selber der auf 23:26 verkürzte. Jena blieb in den folgenden Minuten am Ball, griff beherzt an und setzte Hennigsdorf massiv unter Druck. In der letzten Minute des Spiels glückte Jena dann der große Coup. Im Zusammenspiel alles Mannschaftsteile war es Nam Vu der nach Pass von Christopher Molzahn zum zweiten Mal im Spiel in die Endzone eintaucht. Jonas Pflumm verwandelte auch diese anschließende Erhöhung zum 30:26-Endstand. Zum ersten Mal im Spiel ging Jena in Führung und das mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr. Das war die Entscheidung, die sich der USV nicht mehr nehmen ließ und somit ein spannendes und nervenaufreibendes Spiel gewann.

 

Nun wartet auf die Saalestädter ein spielfreies Wochenende und zwei Wochen intensive Vorbereitung auf das nächste Spiel am 06.11. in Hohen Neuendorf.

 

Es spielten: David Rose, Florian Stahl, Sascha Müller, Wilko Middents, Christopher Molzahn, Luca Gambashidze, Felix Schierle, Christian Beer (5), Michael Jenkins, Jonas Pflumm (10), Nam Vu (10), Florian Wolf, Felix Hinkfuß, Kenny Jandausch, Timo Koehler

 

Wechsler: Alexander Schmidt, Thomas Seidel, Savio Domingues, Sebastian Willbrecht, Constantin Bachmayer, Matteo Rattegni, Georg Doll (5)

 

Trainer: Sven Stempfhuber, Jean-Charles Dumont


24.10.2021 12:01 Kategorie: Rugby
Von: Kenny Jandausch