Universitätssportverein Jena e.V.
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Punkt gewonnen - Spiel verloren

USV Basketballerinnen stehen erneut im Pokalfinale


Nach einem schon so gut wie verlorenen Spiel haben sich die Damen des USV Jena wie im Vorjahr für das Finale im Thüringenpokal qualifiziert. Dabei schien sich die Mannschaft um Kapitän Nathalie Lyssenko an den sportlichen Comebacks der Woche von Borussia Dortmund und Science City Jena zu orientieren und sorgte für erhöhten Adrenalinspiegel bei den Zuschauern. Aber der Reihe nach.

 

Hoch motiviert gingen beide Mannschaften ins Spiel, welches mittlerweile das 9. Duell zwischen den beiden Vereinen in den letzten 2 Saisons war. Am Anfang sah auch alles nach dem 9. Sieg für die Universitätssportlerinnen aus, führten sie doch Mitte des ersten Viertels mit 10:4. Allerdings hatte man das Spiel nicht wie gewohnt im Griff, leistete sich leichte Fehler in der Defense und lies so immer wieder gute Würfe des Gegners zu. Angeführt von den ehemaligen Bundesligaspielerinnen Anke Schätzle und Maite Ehrenberg gewann der Gastgeber das Viertel schließlich mit 17:15.

 

Das zweite Viertel startete nicht besser und man sah sich nach einem Dreier von Ortrun Helmer, einer weiteren ehemaligen Bundesligaspielerin, bereits mit 32:20 im Rückstand. Eva Lampen hielt das USV Team mit 7 Punkten in den letzten vier Minuten im Spiel, mit einem 30:41 Rückstand ging man in die Kabine. Vor allem defensiv hatte man keinen Zugriff aufs Spiel, 41 Punkte in einer Halbzeit hatte man noch nie zugelassen. 

 

Im dritten Viertel konnte man den Rückstand selten auf unter 10 Punkte bringen, gewann den Spielabschnitt am Ende aber vor allem durch 9 Punkte von Alex Ruppe mit einem Punkt. 47:57 lautete der Spielstand aus Sicht der Universitätssportlerinnen vor den vermeintlich letzten 10 Spielminuten; genug Zeit, das Spiel zu drehen. Danach sah es aber lange Zeit nicht aus. Zwar erzielte Denise Alkewitz in den ersten 3 Spielminuten 6 Punkte in Folge, der Gegner aber deren 9 und nach weiteren Punkten durch den Gastgeber war man 3:50 Minuten vor Ende fast aussichtlos mit 70:56 im Rückstand.

 

Zu diesem Zeitpunkt nahm man die letzte verbleibende Auszeit, nun lag es an den Spielerinnen. Die Pressverteidigung funktionierte in der Folge etwas besser und man kam zu einigen leichten Ballgewinnen, die den Rückstand 2 Minuten vor Ende auf 10 Punkte drückten. Dann folgte die Schlüsselszene des Spiels. Eva Lampen wurde nach Ballgewinn beim Lay Up gefoult, traf aber trotzdem und behielt auch an der Linie die Nerven. Sie verkürzte auf 70:63 und auf einmal glaubte man wieder an seine Chance. Das Team ließ sich auch nicht von vier verworfenen Freiwürfen in Folge irritieren, da der Gegner selbst von der Linie Nerven zeigte. Denise Alkewitz legte erneut 6 Punkte auf und die Presse erzielte weiter Ballgewinne. Nach nur einem getroffenen Freiwurf von Martina Berrocal auf Seiten der Ladybaskets hatte Alex Ruppe gut 10 Sekunden vor Schluss die Chance, das Spiel an der Linie zu entschieden. Der erste Wurf ging daneben, beim zweiten Versuch zeigte sie jedoch keine Nerven. Beim Spielstand von 75:75 hatte der Gastgeber noch einmal die Chance, das Spiel zu gewinnen. Ein Dreier von Ortrun Helmer aus 8m geriet allerdings zu kurz. 

 

So ging es in die Verlängerung, in welcher der psychologische Vorteil klar auf Seiten des USV Teams lag. Ein erfolgreicher Wurf von Denise Alkewitz wurde von einem Dreier durch Anke Schätzle gekontert. Es sollte aber das letzte Lebenszeichen des Gegners sein, danach spielte nur noch der USV. Alex Ruppe und Eva Lampen legten neun Punkte in Folge auf, die letzten zwei Zähler von Maite Ehrenberg zum 86:80 Endstand stellten nur noch Ergebniskorrektur dar.

 

Nach einer Saison, in der man das Spielfeld zuletzt im Oktober als Verlierer verließ und trotz aller Rückschläge immer an die eigene Stärke geglaubt hat war dieses Spiel sicher der vorläufige Höhepunkt. Nun gilt es, sich noch einmal auf das Finale vorzubereiten, in dem man im zehnten Duell wieder auf ein Team der Ladybaskets, in diesem Fall die dritte Mannschaft, treffen wird.  


17.04.2013 11:41