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"Sanzaru" begeistert Jury

Rugby Jena ringt Tabellenzweitem Defensivbonuspunkt ab

Trotz der beeindruckenden Ergebnisse der vergangenen Wochen kam der Erstligaabsteiger aus Velten nicht über einen knappen 10:17 Auswärtssieg in Jena hinaus. Dieses Ergebnis steigert auf Seiten der Jenaer die Hoffnung auf ansprechende Auftritte im kommenden Ligapokal, der Hauptrunde in der 2. Bundesliga.


Bei bestem Herbstwetter wurde die Partie pünktlich durch den Dresdener Unparteiischen Jeremies angepfiffen. Jena verfiel in alte Verhaltensmuster und begann die Partie äußerst schwach. Es wirkte so, als wäre die Mannschaft ein wenig beeindruckt und abwartend, man wollte die Gäste zunächst kommen lassen.
Diese Taktik ging gehörig nach hinten los. Sobald man der Hinterreihe der Brandenburger ein wenig Raum zum spielen ließ, nutzten diese selbigen konsequent aus. So sorgte ein früher Doppelschlag der Gäste (8., 16.) für eine 0:12 Führung. Wieder war Jena gezwungen einem Rückstand hinterher zu laufen, wieder wurde das Spiel der Gastgeber nach der zerfahrenen Anfangsphase deutlich stärker. Jena schaffte es erste Angriffsbemühungen bis in die gegnerische 22 voranzutreiben. Leider wurden diese nicht belohnt.

Zu Allem Überfluss wurde die erste Halbzeit überschattet durch ein Handgemenge, welches diverse Sanktionen zur Folge hatte. Ein Veltener und ein Jenaer wurden 10 Minuten vom Platz gestellt. Darüber hinaus wurde ein weiterer Spieler des USV mit einer roten Karte gänzlich des Feldes verwiesen.
Jena war also gezwungen von nun an in Unterzahl weiterzuspielen. Diesen ungewohnten Umstand machten sich die Gäste zu Nutze und legten kurz vor dem Halbzeitpfiff ihren dritten Versuch und gingen mit einer 0:17 Führung in die Pause.

Schiedsrichter Jeremies hatte anscheinend ähnlich viel Interesse an dieser kurzweiligen Partie wie so mancher Zuschauer und pfiff bereits nach sieben Minuten wieder zur zweiten Halbzeit an.
Der aus persönlichen Gründen abwesende Jenaer Trainer Siegfried Clausnitzer wurde durch Interimscoach Chad Baum bestens vertreten. Der US-Amerikaner zog alle Register der rhetorischen Trickkiste um die Rugger des USV noch einmal neu zu motivieren. Für ihn war die Partie noch nicht vorbei und seine Prognose sollte sich als richtig erweisen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte profitierte Jena von der Tiefe seines Kaders. Neben des Gelbsünders, der den Platz in der 45. Spielminute wieder betreten durfte, wurde durch einen Dreifachwechsel frisches Blut insbesondere in die durch harte Arbeit stark ermüdete Stürmerreihe gebracht.

Dennoch war es ein Hinterreihespieler, der den Startpfiff für die Aufholjagd gab. Florian Rupp, ein Jenaer Neuzugang, der seine erste Partie für die blau-weißen bestritt, verkürzte nach einem beeindruckenden Lauf über 40 Meter zum 5:17.
Jena, angespornt durch den ersten Versuch, kämpfte sich immer wieder bis kurz vor das gegnerische Malfeld. Allerdings wollte den Gastgebern lange Zeit kein Erfolg in Form eines weiteren Versuchs gelingen. Erst in der 78. Minute war es Kapitän Christoph Lammert, der den zweiten Versuch für Jena vollendete.

Auch wenn es diesmal nicht zu einem Sieg reichte und das Ergebnis im Vorfeld bereits als tabellenirrelevant abgetan wurde, haben sich beide Teams nichts geschenkt. Gerade die zweite Halbzeit der Fiddlers macht allerdings Hoffnung auf die kommenden Partien.

Bezüglich der Termine halten wir euch natürlich auf dem Laufenden, sobald sie veröffentlicht werden.
#RUGBYJENAKOMMVORBEI

Für Jena spielten:
1 Jean-Charles Dumont
2 Christoph Mutz
3 Sascha Müller
4 Ibrahima Diop
5 Rico Reißmann
6 Hago Rethemeyer
7 Markus Pabst
8 Christoph Lammert (5)
9 Paul Imbert
10 Tom Kramer
12 Tobias Schmidt
13 Wolfgang Polte
11 Franz Moch
14 Sebastian Weigel
15 Peter Weimar

16 Jan von Ahsen
17 Christian Dormeyer
18 Georg Thomas
19 Jannik Kranz
20 Johannes Eisenberg
21 David Reuss
22 Florian Rupp (5)


07.10.2014 14:32 Kategorie: Rugby
Von: Jan von Ahsen