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Deutsche Hochschulmeisterschaft Taekwondo 2018

Höhen und Tiefen

USV Basketballer mit guten Spielen und unglücklichem Ausgang, deutlichen Siegen und herben Niederlagen


Knappe Niederlage gegen ebenbürtigen Gegner

 

Nach einem intensiven Spiel musste die u14 des USV Jena sich am vergangenen Sonntagmorgen mit 81:84 gegen den USV Erfurt geschlagen geben.

 

Das Team startete erneut stark in die Partie und erarbeitete sich durch konsequente Offense und konzentrierte Defense eine 27:14 Führung. Im zweiten Viertel schloss der Gegner zwar etwas auf, konnte aber weiterhin auf Abstand gehalten werden. Bis dahin konnte man mit dem Spielverlauf schon sehr zufrieden sein, denn die Jungs knüpften an die grandiose Teamleistung aus dem Spiel gegen Gotha II an.

 

Auch nach der Halbzeitpause führten die Gastgeber das Spiel weiterhin an. Im letzten Viertel wurde es dann jedoch etwas zerfahrener und chaotischer. Fraglich ist, ob es an der Kondition lag oder an den aufkommenden Nerven der jungen Spieler, dass Erfurt das Spiel in der entscheidenden Phase drehen konnte. Die drei besten Spieler aus Erfurt zeigten ihre Stärken und führten ihr Team an.

 

Acht Sekunden vor Schluss mit einem Stand von 81:84 hatten die Gastgeber mit einer Auszeit noch die Chance, den Ausgleich zu schaffen. Erneut setzten die Jungs den aufgemalten Spielzug 1a um. Der erste Wurf wurde zwar geblockt, aber nach guter Reboundarbeit hatte man mit der Sirene noch einmal die Möglichkeit auf einen erfolgreichen Dreipunktwurf von Rufus Reichart. Dieser schaute sich das innere der Korbs zwar kurz an, rollte dann aber wieder raus.

 

Damit ging das Spiel verloren. Trotzdem war die Stimmung danach gut. Erfurt fand sich vor dem Spiel einen Platz vor dem Jenaer Team und hat eine talentierte Mannschaft vorzuweisen. Die Jenaer Jungs überzeugen in jeden Spiel mit schönem Teambasketball und starken individuellen Leistungen und man wird weiterhin daran arbeiten, auch in den Schlussphasen bei dem zu bleiben, was gut funktioniert. Aufgrund von zwei Spielverlegungen gehen die u14 Jungs nun erstmal in eine lange Weihnachts- und Neujahrspause, die sie für Vorbereitung auf die Spiele in 2019 und für spaßige Abwechslung nutzen werden.

 

Für die USV u14 spielten: Mauß (28), Bauersachs (18/2 Dreier), Zimmermann (17), Rueda Martín (6), Reichart (4), Nürnberger (4), Scholze (2), Meliß (2)

 

Bestes Saisonspiel trotz knapper Niederlage


Im Sonntagsspiel musste sich die Zweitvertretung der Damen nach einem großartigen Spiel knapp gegen den Tabellenführer VIMODROM Baskets Girls Academy geschlagen geben. Während die Girls bisher durch die Liga durchmarschiert sind und alle Spiele deutlich mit über 40 Punkten – z.T. gar über 80 Punkten - Differenz gewinnen konnten, hatten die 2. Damen in den letzten zwei Wochen enge, nervenaufreibende Spiele. Vor dieser Ausgangslage war man sich einerseits der eigenen Underdog-Rolle bewusst, andererseits sah man den Vorteil, besser mit dem Druck enger Spielstände umgehen zu können, da die Girls diesbezüglich noch keine Erfahrungen in der laufenden Saison sammeln konnten. Ziel musste es daher sein, dem jungen Gegner so lange wie möglich Paroli zu bieten, das Spiel offen zu halten und dann zu schauen, wer am Ende die stärkeren Nerven behalten würde.

 

In der Trainingswoche hatte man sich dazu intensiv auf die Spielweise der Girls Academy vorbereitet, um zum einen offensiv nicht die Nerven gegen die aggressive Ganzfeld-Mannverteidigung zu verlieren und keine Turnover zu produzieren und die Unerfahrenheit der jungen Mannschaft auszunutzen und zum anderen das Spiel langsam zu machen, eine gute Transition zu spielen und so den Gegner in das Setplay gegen eine bewegliche Zonenverteidigung zu zwingen.

 

Dieser Plan ging bereits in der ersten Halbzeit hervorragend auf. Angeführt von der starken Sophia Lecht, die die Girls das gesamte Spiel über nicht in den Griff bekamen, gelang es durch gutes Spacing immer wieder frei unter den Korb zu spielen oder aber von der Aufbau- und Flügelposition zu penetrieren. Die offensiven Systeme und Strategien gingen auf, sodass man den Gegner ein ums andere Mal in ein eins-gegen-eins zwang oder aber durch Pick’n’Roll und Handoffs die Verteidigung zum Rotieren brachte. Immer wieder gelang es daraus, die Center unterm Korb in Szene zu setzen, wenn die erste oder die zweite Hilfe der Girls zu spät kam. Zudem reduzierten die Damen die eigenen Fehlwürfe und v.a. Ballverluste, sodass der Gegner nur selten zu leichten Punkten aus dem Fastbreak kam und sich stattdessen seine Punkte hart erarbeiten musste.

 

Gegen die starke Zone agierten die Girls häufig ideenlos und dank eines verbesserten Reboundverhaltens der Damen kamen sie ab dem zweiten Viertel nur selten zu zweiten Chancen. Zudem ließen sie zahlreiche Punkte an der Freiwurflinie liegen. Mit einem Buzzer-Beater von Leo Fricke verkürzten die Girls zur Halbzeit zwar nochmal, liefen aber das erste Mal in dieser Saison einem Rückstand hinterher.

 

Nun galt es, weiter so konzentriert und kontrolliert zu spielen, um auch in der zweiten Halbzeit dem Druck der jungen Gegnerinnen standzuhalten, die sicherlich die Intensität noch einmal erhöhen würde. Trotz einer ungewöhnlich langen Unterbrechung aufgrund streikender Technik, gelang es, den Fokus zu behalten und wie schon gegen Erfurt ein sehr gutes drittes Viertel zu spielen. Offensiv spielte man sehr kreativ zusammen und zeigte einige tolle Passstaffetten und auch defensiv stand man weiterhin gut, leistete sich jedoch einige Unkonzentriertheiten, sodass auch die Girls zu zahlreichen Punkten kamen. Mit einem weiterhin knappen 1-Punkt-Vorsprung für die Gastgeber ging es so in das letzte Viertel und auch hier blieb es spannend bis zum Schluss.

 

In diesem verzichteten die Damen weitestgehend auf Systeme und spielten stattdessen intuitiv und versuchten zu lesen, was die gegnerische Defensive anbot. Dadurch ging zwar insgesamt etwas die Struktur verloren, doch die Mädels gewannen wichtige Erfahrungen und hatten sichtlich Freude am Spiel.
Am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Spiel zugunsten der Girls entschieden – ein unnötiger Ballverlust hier, ein verlegter Korbleger dort, ein 3-Sekundenpfiff, nichts Gravierendes, aber in der Summe gelang es den Gästen so, das Spiel zu drehen und eine Minute vor dem Ende einen 4-Punkte-Vorsprung zu erarbeiten.

 

Die Damen entschieden sich gegen ein Stop-the-clock und versuchten noch einmal spielerisch den Rückstand zu reduzieren, nutzen die sich ergebenen Chancen jedoch nicht konsequent genug aus, sodass die Girls einen hart erkämpften, aber sicher nicht unverdienten Sieg feiern konnten. Doch auch die Gastgeber gingen mit einem guten Gefühl vom Platz. Man hatte alle Aspekte umsetzen können, die man sich vorgenommen und an denen man in der vorangegangenen Woche gearbeitet hatte und so die bisher beste Saisonleistung gezeigt. Daran gilt es nun im letzten Spiel der Hinrunde gegen Science City anzuknüpfen, um das Jahr mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

 

Herbe Niederlage gegen den Tabellenführer

 

Im zweiten stadtinternen Duell binnen einer Woche war für die Herren II des USV um die Coaches Zingelmann und Vogel nichts zu holen. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich, dass die sechste Vertretung von Science City Jena Nichts anbrennen lassen will und bis hierhin zurecht Tabellenführer ist. Mit starken Aktionen am Brett und einem über das ganze Spiel anhaltendem sicheren Händchen trafen sie aus allen Lagen. Relativ früh begann man so an seinem eigenen Spiel und den Schiedsrichtern zu hadern.

 

Erst im letzten Viertel, als das Spiel entschieden war und wieder etwas Ruhe einkehrte, fand man Mittel und Wege das Spiel offen zu gestalten. Es gelang zwar nicht mehr den 100er des SCJ zu verhindern, doch immerhin das letzte Viertel konnte so noch gewonnen werden. Das Spiel endete 102:55. Lichtblick der Partie war Rookie Fränzle, der mit 17 Punkten Topscorer des USV war und eindrucksvoll zeigen konnte, welche Bereicherung er für das Team ist.

 

Für die USV Herren II spielten: Fränzle (17), Slowik (12), Broda (9), Gierschke (5), Bieber (4), Hofmann (3), Mahfoud (2), Bogusch (2), Geisler (1), Bartl, Rinke, Siegmann

 

Weitere Spiele der USV Jena Basketballer

USV Jena u19 vs. SG Basketball HSV-KSSV Weimar: 47:57

USV VIMODROM Baskets vs. ChemCats Chemnitz 2: 84:64


29.11.2018 12:44