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So kann das Jahr starten!

Hard work pays off

Sandra Amoah im Interview


Am Samstag bestreiten die USV VIMODROM Baskets das dritte Heimspiel in Folge in der Regionalligasaison. Gegen München wollen die Mädels auch den dritten Sieg in Folge und damit wieder punkten.

 

Vorab haben wir ein “Schmankerl” für Euch! In unseren Berichten habt ihr schon von ihr gelesen, auf den Fotos habt ihr sie gesehen und wenn ihr bei Heimspielen zum Anfeuern und Mitfiebern da wart, habt ihr sie auch schon auf dem Feld gesehen. Aber wer ist Sandra Amoah eigentlich? Wir haben sie mit ein paar Fragen gelöchert und was sie erzählt hat, zeigen wir euch hier.

 

“Hard work pays off”

 

Sandra, verrate uns doch erst einmal etwas über dich und dein Leben.

 

Okay, also mein Name ist Sandra Amoah, ich wurde in Toronto, Kanada am 1. Mai 1994 geboren. Ich habe zwei Schwestern und einen Bruder. Eine der Schwestern und mein Bruder sind älter und arbeiten schon. Meine jüngere Schwester geht zur Zeit zur Uni. Meine Eltern sind beide gebürtig aus Ghana, meine Mama lebt mit uns zusammen in Toronto.

 

Ich habe in Toronto “physical education” studiert und dieses Jahr meinen Abschluss gemacht. Anfangs war das Studium darauf ausgerichtet, später einmal Sportlehrer zu werden. Ich habe dann jedoch noch einen zweiten Abschluss gemacht, um auch normalen Unterricht geben zu können. Vor allem Französisch wird ein Schwerpunkt von mir sein.

 

Mein Hobby ist natürlich Basketball! Daneben aber auch noch Stepptanz, Fahrradfahren, Zeit mit Freunden verbringen und ich reise sehr gerne und möchte so viel wie möglich erleben und kennenlernen.

 

Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

 

Aufgeschlossen, positiv und athletisch.

 

Verrätst du uns deine Stärken und Schwächen?

 

Als Stärken würde ich sagen, dass ich gut zuhören kann und dass ich überall, wo ich hinkomme, Energie versprühe und die Leute mit meiner positiven Art anstecke.

 

Schwächen… (denkt lange nach) Manchmal bin ich zu nett.☺ Und ich neige dazu, Dinge zu zerdenken.

 

Wann hast du angefangen, Basketball zu spielen?

 

Da war ich 15, also noch gar nicht so lange her. Das Lustige ist, ich habe es anfangs gehasst! Dazu gibt es auch eine Geschichte. Ich bin mit Freunden mal zu einem Basketballtraining gegangen. Ich kannte den Coach nicht. Er gab mir einen Ball, stellte mich vor eine Wand und ließ mich zwei Stunden lang den Ball gegen die Wand werfen, um meine Technik zu üben. Außerdem konnte ich am Anfang nicht ordentlich dribbeln, weil ich immer schneller war als der Ball.☺

 

Wie hat sich das dann gewandelt?

 

Als ich auf die Highschool gegangen bin, war ich im Schulteam und wir waren wirklich erfolgreich und hatten sehr viel Spaß zusammen. Das hat meine Beziehung zum Basketball dann um 180 Grad gedreht und seitdem liebe ich es!

 

Hast du vor Basketball einen anderen Sport gemacht?

 

Ja, ich war Sprinterin.

 

Kommen wir mal dazu, wie du hierher gekommen bist - Was brachte dich nach Deutschland?

 

Ich habe immer davon geträumt, auch einmal Basketball außerhalb von Toronto zu spielen und wollte gerne mal nach Europa. Im Juni diesen Jahres hatte ich dann die Chance, in Bonn bei einem Sommerturnier mitzuspielen. Danach wusste ich, dass ich in Deutschland spielen möchte.

 

Ich bin dann mit Thomas, unserem Coach, in Kontakt gekommen, er hatte sich das Sommerturnier angeschaut. Als Kanadierin kann ich ein Jahr so eine Art Work and Travel machen, wie es viele Deutsche bspw. in Australien machen. 

 

Und was genau machst du hier in Jena?

 

Also natürlich spiele ich bei den Regiodamen der USV VIMODROM Baskets. Wir trainieren dreimal die Woche und einmal pro Woche gehe ich zum VIMODROM Training. Manchmal trainiere ich auch bei den Herren mit. Vor allem aber bin ich im Jugendbereich unterwegs. Ich helfe beim Team der VIMODROM Baskets Girls Academy mit und trainiere mittwochs zusammen mit Andi Popp von Science City die u8 Mannschaft aus der Kooperation vom USV Jena und Science City Jena. Dann soll ich auch einzelnen Spielerinnen aus dem Nachwuchsbereich gezielt fördern.

 

Zweimal die Woche früh um 8 Uhr gehe ich motiviert an die Uni und belege einen Deutschkurs, um die Sprache so gut es geht zu lernen.

 

Ich versuche, dem Verein und dem weiblichen Basketball so gut wie möglich zu helfen und für meine berufliche Zukunft so viel wie möglich zu lernen.

 

Klingt super! Wie geht es dir denn mit all dem und wie ist es für dich, hier zu sein?

 

Ich bin absolut begeistert, hier zu sein und genieße es sehr! Ich lerne sehr viel über die deutsche Kultur, von dem natürlich alles neu und aufregend für mich ist. Mir geht es aber auch manchmal so wie vermutlich den meisten, die so weit weg sind von zuhause - es gibt Tage, da hab ich etwas Heimweh. Vor allem wegen der Zeitverschiebung ist es schwierig, mit Freunden und Familie in Kontakt zu sein. Aber insgesamt bin ich total glücklich, hier zu sein und schätze alles, was ich erleben darf!

 

Und wie läuft es mit dem Team?

 

Als ich hier ankam, war ich wirklich nervös, was mich erwartet und was meine Rolle sein wird. Aber ich habe eine tolle Entwicklung mit jedem Einzelnen aus dem Team gemacht und wurde mit offenen Armen empfangen. Das hat mich absolut darin bestärkt, dass ich glücklich bin, hier zu sein. Ich finde, wir bauen mit jedem Training und jedem Spiel ein besseres Band als Team auf.

 

Kommen wir mal zur Stadt Jena. Was gefällt dir und gibt es etwas, was du nicht magst?

 

Was ich auf jeden Fall super finde, ist die Tatsache, dass es hier so viele junge Leute gibt. Das ist für mich super, denn dadurch habe ich das Gefühl, dass ich überall, wo ich hingehe, Verbindungen aufbauen kann. Mich interessieren auch immer die historischen Hintergründe und deshalb faszinieren mich die sieben Wundern Jenas. Ich lerne damit etwas über Jena, was ich definitiv zuhause erzählen werde!

 

Habe ich das Essen schon erwähnt? Wieso habe ich das Essen nicht gleich anfangs erwähnt? Also - DAS ESSEN! Alles, was ich probiere, ist lecker. Auch alles, was ich trinke. Das finde ich wirklich toll! Ich mag auch den Marktplatz und alles, was dort stattfindet an Veranstaltungen und Märkten. Außerdem finde ich es toll, dass hier so viele Leute mit dem Fahrrad unterwegs sind.

 

Es gibt eigentlich nur eine Sache, die ich nicht mag und es ist eher so, dass ich es nur nicht gewöhnt bin. Hier ist fast nichts auf englisch, egal, wo man hingeht. Das macht es schwer, ohne Hilfe von Freunden zurechtzukommen.

 

Wie lang bist du denn hier und was wirst du am meisten vermissen?

 

Ich denke, ich werde irgendwann im April zurück nach Toronto fliegen. Am meisten werde ich natürlich all die tollen Menschen vermissen, die ich kennenlernen durfte. Aber auch das Spannende und Aufregende, was man erlebt, wenn man in einem fremden Land ist. Und auf jeden Fall die Vielfalt an Essen!☺

 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

 

Oh mein Gott, das weiß ich noch gar nicht so genau. In jedem Fall möchte ich so lange Basketball spielen, wie es mir mein Körper erlaubt. Und dann werde ich in Kanada meinen Job als Lehrerin angehen.

 

Eine letzte Frage. Hast du ein Lebensmotto?

 

Hard work pays off!

 

Ich lebe danach, weil ich das Gefühl habe, dass man hart dafür arbeiten muss, um erfolgreich zu sein. Das hat sich in meinem Leben oft bewahrheitet. Wenn ich hart arbeite, passieren gute Dinge und es zahlt sich immer aus. Vor allem wenn ich an meine Basketballreise denke, passt es absolut! Ich habe es anfangs nicht ausstehen können und dann habe ich alles gegeben und kann dadurch in der Situation sein, in der ich jetzt bin.

 

Zum Abschluss musste Sandra sich noch ein paar spaßigen, aber auch persönlichen Fragen stellen, die sie ganz spontan beantworten sollte.

 

Wenn du einen Promi treffen könntest, welcher wäre es und warum?

 

Lisa Lesley! Sie war die erste Basketballspielerin, von der ich gehört habe, als ich mit Basketball anfing. Sie spielte in der WNBA und war die erste Frau, die in den Spielen Dunkings zeigte.

 

Wenn du ein Tier sein könntest, welches wäre es und warum?

 

Eine Giraffe. Weil ich alles überblicken könnte und eine andere Perspektive auf die Welt hätte.

 

Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würde der lauten?

 

Ich würde gern Europa bereisen und entdecken.

 

Gibt es etwas, wovor du Angst hast?

 

Spinnen!

 

Was fällt dir leichter, anfangen oder aufhören?

 

Das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, anfangen. Denn wenn ich einmal etwas angefangen habe, muss ich es auch zu Ende bringen. Das Aufhören wäre also nicht so hart.

 

Hast du ein Vorbild?

 

Meine Mama. Weil ihre Stärke mir gezeigt hat, was es heißt, sein eigenes Leben zu leben. Ihr Weg und ihre Werte haben mir bewusst gemacht, wie ich mein Leben gestalten möchte.

 

Ein paar abschließende “entweder-oder” - Fragen ☺

 

Hund oder Katze? - Hund

Tee oder Kaffee? - Tee

Mc Donald’s oder Burger King? - Jesus, das ist schwer! In Deutschland Mc Donald’s, in Toronto Burger King

Tattoo oder Piercing? - Tattoo

Auto oder Fahrrad? - Fahrrad

Sommer oder Winter? - Sommer

Käse oder Wurst? - Käse

Berge oder Meer? - Meer

Träumer oder Realist? - Realist

Haus oder Wohnung? - Wohnung

Kochen oder Essen bestellen? - “Ordering all day baby!” ☺

Netflix oder Amazon Prime? - Netflix

Apple oder Microsoft? - Apple

Früh aufstehen oder Ausschlafen? - Ausschlafen


25.01.2019 12:44