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Sportkurs für Frauen

Ein lehrreicher Samstag

USV Basketballer blicken auf intensive und lehrreiche Partien vom Wochenende zurück


Gegen erneut physisch überlegene Gegner durchgesetzt

 

Am vergangenen Wochenende mussten die u16 Jungs bereits am Samstag ran. Der Plan zeigte: 9 Uhr Spiel in Hermsdorf. Die Mannschaft traf sich also um 07:30 Uhr an der USV Sporthalle und trat die, glücklicherweise, kurze Auswärtsfahrt an. Die Hermsdorfer Jungs hatten bisher alle Spiele verloren, doch ein Blick auf die Partien zeigte, dass sie bisher nur die Topteams der Liga als Gegner hatten.

 

Trotzdessen fuhren vermutlich alle mit dem Gefühl nach Hermsdorf, dass das schon ohne Probleme der nächste Sieg werden würde. Auch im Freitagstraining schien das die Einstellung zu sein, denn nur drei der acht Spieler vom Samstag standen in der Halle. Absagen nur wenige Minuten vor Trainingsbeginn führten zu großem Unmut der Trainer und bei einem größeren Kader hätten ein paar Spieler zum Spiel vermutlich zu Hause bleiben können. Die Ansprache in der Kabine vor dem Spiel war zunächst also etwas allgemeinerer Natur und machte dem Team klar, dass ein Mannschaftssport so nicht läuft. Die Einsicht war groß, aber ob die Jungs daraus gelernt haben, wird sich erst in der Zukunft zeigen.

 

Der kurzfristige Effekt war ein Spiel gegen Hermsdorf, in dem die USV Jungs ihr Herz auf dem Feld ließen und Alles gaben. Auf der anderen Seite mussten sie jedoch schnell feststellen, dass dieses Spiel keineswegs ein leichtes sein würde. Hermsdorf hatte einige gute Spieler in ihren Reihen und war physisch gegen die noch junge u16 Mannschaft des USV komplett überlegen.

 

Daher gestaltete sich die Partie in der ersten Halbzeit sehr ausgeglichen und war von einzelnen Runs geprägt. Das USV Team hatte immer wieder mal einen Lauf, in dem offensiv Vieles funktionierte und man auch in der Verteidigung konzentriert arbeitete. Dadurch setzten sich die Jungs ein ums andere Mal ab (5:16; 19:34). Doch dann kam die Antwort der Gastgeber und sie arbeiteten sich immer wieder ran (15:16; 27:35).

 

Erst im dritten Viertel schöpften die Jungs ihr volles Potenzial aus. Vor allem eine extrem starke Verteidigung führte dazu, dass Hermsdorf nur zu schweren Abschlüssen kam und diese auch meist verlegte. Eine gute Reboundarbeit ermöglichte zahlreiche Fastbreaks, die sicher verwandelt wurden. Und auch im Setplay ließ man den Ball jetzt schön laufen und kreierte so mit Geduld die Lücken, die dann attackiert wurden. Das Viertel ging deutlich mit 10:21 an den USV Jena. Mit einem Stand von 37:56 konnte man es im letzten Viertel verschmerzen, dass die Jungs wieder etwas vom Gas gingen und Hermsdorf erneut gleichauf war.

 

Das Endergebnis von 57:75 ist deutlich, aber diesen Vorsprung haben sich die Jungs einzig im dritten Viertel erarbeitet. Ansonsten war Hermsdorf ein harter Broken, den die Mannschaft vorab wohl etwas unterschätzt hatte. Negativ aufgefallen ist erneut die Freiwurfquote (7/22). 15 Punkte ließ man dort liegen, die in anderen Spielen den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben werden. Daran wird man im Training also noch intensiver arbeiten müssen.

 

Für die USV Jena u16 spielten: Mauß (20 Punkte), Zimmermann (20), Reichart (12), Bauersachs (11), Scholze (6), Nürnberger (4), Rocktäschel (2), Meliß

 

Gut gespielt und viel mitgenommen

 

Die Mannschaft um die Coaches Zingelmann und Vogel hatten am Samstag im Pokalspiel gegen den USV Erfurt ein vielversprechendes Match. Nachdem 2018 jene beiden Teams bereits aufeinander trafen und Erfurt das Spiel klar für sich entscheiden konnte, sollte es 2019 interessanter werden. War der Kader in der letzten Saison noch sehr unerfahren und mit neuen Mitspielern sehr durchmischt, konnte das Team schon im Laufe der letzten Saison zeigen, dass sie ambitioniert waren und alles dafür taten, um schnell zusammenzuwachsen.

 

Unter der Leitung der Coaches arbeiteten sie zudem in der Saisonpause hart an sich weiter. Diese kontinuierliche Entwicklung sollte zu einem spannenden Rematch in Jena führen. Die Oberligamannschaft aus Erfurt gab sich im ersten Viertel angriffslustig, doch dank guter Defense und einem sehr schnellen Ball konnte die Heimmannschaft immer wieder anschließen. So wurde das erste Viertel zwar für Erfurt entschieden, jedoch mit einem recht ausgeglichenen Schlagabtausch. (14:19)

 

Im zweiten Viertel zeigte der USV Jena II dann, dass sie trotz Pressing der Erfurter Mannschaft den Ball kontrolliert nach vorn tragen können und mit der Leistung der Oberligamannschaft gut mithalten konnten. Dank der guten Pässe der Point Guards Bieber und Bartz, den harten Drives von König, Endrizzi und Fränzle und der stimmigen Teamdefense konnte das Viertel mit 15 Zählern für Erfurt und 14 für Jena nicht so eindeutig ausfallen, wie die Erfurter das erwartet haben. Generell merkte man gleich, dass die Teamleistung der Schlüssel werden sollte, denn mit einer guten Mischung aus Dreiern, Drives und Punkten am Korb ließ sich der freie Mann immer wieder finden. Höhepunkt waren die letzten zwei Minuten vor der Halbzeit mit einem famosen Sieben-Punkte-Run, der das Team motiviert in die Pause entließ. (34:28)

 

Doch auch in diesem Jahr ist der Fluch des dritten Viertels deutlich zu spüren. Die geschlossene Teamleistung der ersten Hälfte wollte sich nicht so recht ins dritte Viertel mitnehmen lassen. Mit einigen Ballverlusten, sehr vielen Fouls und einer wirklich starken Offense von Erfurt (besonders Michel und Opel sollten hier auftrumpfen) konnte dieses Viertel nicht an die tolle Auftakthälfte anschließen. Mit schnellen Teamfouls wurde es eher zu einem zähen Shootout, bei dem sich das sichere Händchen der Erfurter Oberligamannschaft durchsetzen sollte. Mit einem klaren Sieg von 28 zu 19 Zählern ging dieses Viertel an Erfurt. (62:47)

 

Allerdings ließ die Heimmannschaft den Kopf nicht hängen und brachte im 4. Viertel noch einmal ein wirklich gutes Spiel aufs Parkett. Mit zwei Dreiern und guten Abschlüssen unter dem Korb ging das letzte Viertel 16 zu 15 an Jena. Das Team war, trotz der Führung, bis zum Ende hochmotiviert und man hatte das Gefühl, ein ganz anderes Team auf dem Feld zu sehen, als es noch im letzten Jahr der Fall war. So fühlte es sich dann auch nicht wie eine Niederlage an, sondern wie eine sportliche Herausforderung, aus der das Jenaer Team dank der ausgeglichenen Teamleistung viel Motivation für das nächste Spiel gegen die Greizer SV Bullets mitnehmen wird. (Endstand: 77: 63) 

 

Für die USV Jena Herren II spielten: König (12), Bieber (11), Endrizzi (11), Straub (9), Fränzle (6), Mahfoud (6), Gierschke (4), Petrasch (2), Scheel (1), Bartl (1), Siegmann , Staudt

 

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04.11.2019 09:37