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USV-Gymnastinnen dominieren in Schmalkalden

Befreiungsschlag gegen Braunschweig führt den USV auf den dritten Platz

Nach einem Unentschieden und einer Niederlage schafft es der USV erstmals in der Hauptrunde seine Stärken auszuspielen und sich gegen die in allen Belangen gleichwertigen Gäste der Welfen Braunschweig durchzusetzen. Nach einem 12:20 Halbzeitrückstand besinnen sich die Fiddlers auf ihre Stärken und drehen die Partie. Am Ende steht ein knapper und dennoch verdienter 22:20 Heimsieg.


Die ungewohnte Zeit für den Anpfiff sorgte am vergangenen Samstag dafür, dass merklich weniger Fans den Weg in die Oberaue fanden. Die circa 100 Zuschauer wurden allerdings durch eine nervenaufreibende und äußerst kurzweilige Partie belohnt.
Die normalerweise übliche Abtastphase wurde schlichtweg übersprungen und beide Teams starteten direkt durch konzentriertes und kosequentes Phasenspiel in die Partie. Jena überraschte durch aggressives Verteidigen von Beginn an. In den letzten Partien wirkte der USV in den frühen Spielphasen oft zu passiv. Trotz aller Bemühungen überwanden die Gäste nach einer eindrucksvollen Passstafette die Jenaer Verteidigungslinie und konnten bereits in der 6. Minute die ersten fünf Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Jena ließ sich nicht in geringster Weise von dem frühen Rückschlag verunsichern. Zu häufig hatte man in den vergangenen Spielen einem Rückstand hinterherrennen müssen, als dass man sich davon noch beeindruckt zeigen würde.
Im direkten Gegenzug schlug Jena zurück: Ein einstudierter Hinterreihe-Spielzug wurde, nach vorangegengener starker Sturmarbeit, bis zum letzten Mann durchgespielt. Dies ermöglichte Florian Rupp das nahezu ungestörte Einlaufen ins gegnerische Malfeld. Tom Kramer gelang die Erhöhung und Jena übernahm die Führung. Nach dem offenen Schlagabtausch der Anfangsminuten und einem Punktestand von 07:05 beruhigte sich die Partie ein wenig. Der Spielfluss wurde durch viele Standards unterbrochen. Die ersten Gedränge konnten die Jenaer noch dominieren, doch der physisch überlegene Sturm der Welfen fand immer besser ins Spiel und begann seine körperliche Überlegenheit auszuspielen. Die Gassen hingegen konnten nach einer kurzen Schwächephase des Jenaer Haklers, Jan von Ahsen, souverän gewonnen werden. Und so war es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet nach einer gut gespielten Gasse der Ball in die Hinterreihe gebracht werden konnte. Wieder war es der ambitionierte Neuzugang Florian Rupp, der den Angriff bis über die gegnerische Verteidigungslinie führte.
In der Folge leistete sich Jena mehrere Fehler. Man verteidigte weniger beherzt und Braunschweig nutze diese Schwächephase konsequent aus. Viele Sturmphasen ermüdeten die Jenaer und die sich dadurch ergebenen Lücken wurden in der 31. Spielminute zum 12:12 Ausgleich genutzt.
Die Gäste nutzten ihre Drangphase und sorgten weiter für Druck. Bereits in der 36. Minute wurden diese Bemühungen duch einen weiteren Versuch belohnt. Zwar blieb die Erhöhung aus, doch sorgte ein verwandelter Straftrittt kurz vor der Halbzeit für eine scheinbar komfortable Führung von 12:20 für die Welfen.

In der Halbzeit blieb Trainer, Siegfried Clausnitzer, in seinem gewohnt ruhigen Ton. Doch Co-Trainer Chad Baum ermahnte die Jenaer energisch, dass man sich keinesfalls den Schneid abkaufen lassen dürfe. Er lobte die Organisation des Teams und schwor die Mannschaft auf ein noch konsequenteres Angriffsverhalten ein. Der Rugby-Jena-Veteran Johannes Eisenberg sollte mehr Ruhe ins Spiel bringen, ein weiterer Neuzugang, Franz Mock, dem Sturm durch seine Physis nach vorne verhelfen.

Die Kritik kam an und wurde merkbar umgesetzt. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte begann die Drangphase für Jena. Der Sturm arbeitete sich mit vielen Phasen durch die gegnerische 22 und letztlich war es Tobias Schmidt der kurz vor dem gegnerischen Malfeld beherzt das Oval über die Linie bugsierte. Die Aufholjagd war eröffnet. Ein Punktestand von 17:20 und noch mehr als eine halbe Stunde auf der Uhr gaben dem USV genug Rückenwind um diese Partie noch nicht abzuschreiben.
10 Minuten lang gab es einen offenen Schlagabtausch. Die stark aufspielenden Gäste versuchten durch ihren überlegenen Sturm Meter zu machen, doch auch Jena startete immer wieder eigene Angriffsbemühungen. Die, an diesem Tage sichtbare, Überlegenheit der Hintermannschaft wurde ein weiteres Mal deutlich, als Florian Rupp seinen 3. Versuch an diesem Tag platzieren konnte.
Nun begann das Zittern. Jena schaffe es immer seltener durch eigene Angriffe seinen Vorsprung zu verwalten, geschweige denn auszubauen. 22:20 und noch knapp 20 Minuten zu spielen, waren eine denkbar unangenehme Spielsituation. Jena verhalf ein wenig das Glück, da der Braunschweiger Kicker zwei Straftritte aus guter Position verpasste.
Die letzten Minuten waren geprägt von einem kräfteaufreibenden Sturmlauf der Braunschweiger. Abgeklärte Tacklings vor dem eigenen Malfeld verhinderten glücklicherweise Schlimmeres, wodurch die Partie, nach einem Vorball, pünktlich durch den Schiedsrichter Ulf Jeremies (Dresden) abgepfiffen wurde.

Jena bedankt sich beim starken und, wie gewohnt, fairen Gegner und bei den Zuschauer für die überwätigende Unterstützung.
Der USV hofft natürlich auf ebenso beherzte und noch zahlreichere Unterstützung beim letzten Heimspiel des Jahres.

Am 30.11.14 trifft Rugby Jena im "Lokalderby" auf den USV Halle. Spielbeginn ist 14:00 Uhr
Der Eintritt ist frei, der Rost brennt und für Kuchen, Glühwein, Kaffee und musikalische Unterhaltung wird auch gesorgt sein.

#RUGBYJENAKOMMVORBEI

Für Jena spielten:
1 Jean-Charles Dumont
2 Jan von Ahsen
3 Mario Pabst
4 Christoph Lammert (c)
5 Rico Reißmann
6 Hago Rethemeyer
7 Tobias Schmidt (5)
8 Thomas Zimny
9 Janik Kranz
10 Christopher Molzahn
12 Andreas Johannes
13 Wolfgang Polte
11 Jakob Becksmann
14 Florian Rupp (15)
15 Tom Kramer (2)

16 Peter Weimar
17 Franz Mock
18 Marko Kohlmann
19 David Reuss
20 Johannes Eisenberg
21 Philipp von Güldenstubbe
22 Paul Imbert


16.11.2014 19:33 Kategorie: Rugby
Von: Jan von Ahsen