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Nihau (Hallo) - Was hat das mit Orientierungslauf zu tun?

Aufwärtstrend

USV Basketballer stellen mit fünf Siegen aus sechs Spielen ihr Können unter Beweis


Da ist die Form, nach der die Teams des USV Jena Basketball am Wochenende vom 10./11. November noch gesucht haben! Mit fünf Siegen aus sechs Spielen ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Wie es den Teams erging, lest ihr in den folgenden Berichten.

 

Das beste Spiel der Saison

 

Die Jüngsten des USV Basketball überzeugten am vergangenen Sonntagnachmittag in Gotha mit einer überragenden Teamleistung und konnten den Tabellennachbarn mit 54:76 in die Knie zwingen.

 

Mit nur sechs Spielern reiste die u14 in Gotha an und schöpfte damit den aktuellen u14 Kader aus. Doch wie auch in den Spielen zuvor, bei denen man eine quantitativ so dünne Besetzung aufwies, scheinen die Jungs dadurch als Team und einzeln besser ins Spiel zu kommen. Gotha II fand sich nur einen Platz hinter den USV Jungs und das mit einem Spiel weniger. Die Ansage vor dem Spiel war, dass man sich den Sieg hart würde erkämpfen müssen und dass es wohl eher knapp als deutlich werden wird. Eine Aussage, die die Trainerin am Ende des Spiels widerlegen musste. Das Team zeigte das bis dahin beste Spiel der Saison.

 

Das erste Viertel gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Beide Teams punkteten. Vor allem der beste Gothaer Spieler, Julius Thees (29 Punkte/ 3 Dreier), klaute sich einen nach dem anderen Ball von den Jenaer Jungs und überzeugte offensiv. Doch darauf stellten sich die Gäste ab dem zweiten Viertel ein und minimierten die eigenen Fehler. Sie spielten sich als Team in einen Rausch und die Vorgaben der Trainerin wurden perfekt umgesetzt. Die Jungs zogen aggressiv und aus der Bewegung zum Korb und verteidigten kontrolliert. Vor allem Nori Mauß überzeugte mit einer bärenstarken offensiven Leistung. Doch auch alle anderen zeigten sich von ihrer besten Seite. Immer fand der Ball den Pass zu dem besser stehenden Mitspieler, wodurch die Verteidigung keine Chance hatte, den offensiven Fluss der Jungs zu stoppen. Mit einem Viertelergebnis von 11:25 erarbeitete man sich einen 18-Punkte-Vorsprung zur Halbzeit (24:42).

 

Die Gefahr bestand nun darin, dass man das Spiel schon als gewonnen ansehen könnte. Es wurde eindringlich besprochen, dass man die Intensität aus dem zweiten Viertel unbedingt mitnehmen musste. Und das taten die Jungs auch! Zwar kam auch Gotha wieder zu mehr offensiv erfolgreichen Abschlüssen, doch die Jenaer u14 hatte immer eine Antwort parat. Das Viertel endete zwar ausgeglichen (16:16), doch das bedeutete nach wie vor eine 18-Punkte-Führung.

 

Anfang des letzten Viertels zog das Team noch einmal an und vergrößerte den Abstand zu den Gastgebern. Damit machten sie den Sack zu und es ist zu verschmerzen, dass die letzten Minuten des Spiels etwas zerfahren wurden und Gotha noch zu leichten Punkten kam. Jeder einzelne Spieler brachte in diesem Spiel sein Herz aufs Feld. Doch vor allem überzeugten die Jungs als Einheit. Sie ließen dem Gegner nicht eine Minute des Spiels die Hoffnung, den Sieg doch noch zu holen.

 

Herauszuheben ist zusätzlich die überragende defensive Leistung von Rufus Reichart. Kontrolliert und clever schaffte er es, den besten Spieler Gothas weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen. Zwar erzielte dieser trotzdem viele Punkte, aber ohne Rufus' defensive Stärke wäre das Spiel mit Sicherheit anders verlaufen. Gerade in der Jugend wird die Wichtigkeit der Verteidigung beim Basketball meist noch unterschätzt. Mit Rufus haben wir einen Spieler, der den berühmten Spruch "Offense wins games, defense wins championships" verinnerlicht hat.

 

Für die USV u14 spielten: Mauß (36 Punkte), Zimmermann (18), Nürnberger (10), Reichart (6), Rueda Martín (6), Meliß

 

Den Fluch des dritten Viertels gebrochen

 

Verkehrte Welt am Samstag in Erfurt: hatte man bisher in jedem Spiel allein das dritte Viertel abgeben müssen, war es an diesem Wochenende eben dieses Viertel, in dem der Grundstein zum hart erkämpften Erfolg gelegt wurde. Mit stark dezimiertem Kader und nur sieben Spielerinnen trafen die Jenaer nach Weimar erneut auf eine physisch stark spielende Mannschaft, die ihrerseits jedoch ebenfalls nur zwei Wechselspieler auf der Bank vorzuweisen hatte. Von vornherein war daher klar, dass es ein hartes Spiel werden würde, in dem Kondition und Konzentration wichtige Faktoren werden würden. Oberste Prämisse war, durch kontrollierte Zonenverteidigung die starken Inside-Spieler Erfurts aus dem Spiel zu nehmen und zugleich unnötige Fouls zu verhindern. Umgekehrt wollte man den gegnerischen Korb mit den schnellen Außenspielern aggressiv attackieren und die Lücken nutzen, die Teresa Borst durch ihre Größe unterm Korb riss.

 

Anders als noch gegen Weimar konnte die Mannschaft dies zwar sehr gut umsetzen, die Bemühungen gerade im ersten Viertel jedoch noch nicht in allzu viel Zählbares ummünzen. Defensiv bekam man vor allem Mereani und Salote Franklin nicht in den Griff, die alle zehn Punkte des ersten Viertels verbuchten - insgesamt waren sie für 30 der 42 gegnerischen Punkte verantwortlich. Das zweite Viertel gestaltete sich noch enger, da man offensiv immer besser ein Mittel gegen die größeren, aber auch langsameren Verteidiger fand und jede Spielerin Verantwortung übernahm. So lag man zur Halbzeit mit nur vier Punkten zurück und konnte durchaus zufrieden sein: dem Gegner hatte man bereits sechs Fouls angehängt, offensiv war man so langsam in einen Tritt gekommen und defensiv bereiteten weiter nur die Amerikaner Sorgen.

 

Um die Fehler der letzten Spiele nicht zu wiederholen, schwor man sich vor dem dritten Viertel ein, jetzt mit Volldampf aufs Feld zu gehen, defensiv weiter so konzentriert zu spielen, dem Gegner das Inside- und insbesondere das High-Low-Spiel zu nehmen und offensiv weiter aggressiv zu attackieren und den Weg zum Korb zu suchen. Außerdem galt es, die Turnover zu reduzieren, von denen man in der ersten Halbzeit zahlreiche produziert hatte. Und anders als in den letzten Spielen konnte man dies perfekt umsetzen. Sophia Lecht legte schnelle zwei Punkte und einen erfolgreichen Dreier vor und weitere fünf Jenaer Spieler reihten sich allein in diesem Viertel in die Scoring-Liste ein, dem Gegner hängte man weitere fünf Fouls an und defensiv steigerte man sich noch einmal, sodass dieses Viertel mit 9:14 an den Gast ging.

 

Mit einem knappen Vorsprung (31:32) ging es so in das letzte, umkämpfte Viertel. Insbesondere Paula Grüner und Sandra Kastenbauer trieben in diesem Viertel den offensiven Motor an, wohingegen Erfurt keine leichten Punkte mehr bekam und diese sich meist von der Linie verdienen musste. Wie schon gegen Weimar wurde es dann dramatisch in der letzten Minute. Knapp 30 Sekunden vor Schluss lag man mit zwei Punkten vorne, ein defensiver Stop wäre also ein riesen Schritt Richtung Sieg. Dies gelang auch, mit weniger als 24 Sekunden auf der Uhr konnte man so den letzten Angriff mit aller Ruhe zu Ende spielen, man war ja nicht mehr gezwungen zu scoren. Doch wie schon so oft in diesem Spiel vertändelte man den Ball und anders als bisher gelang es nicht, in der Transition schnell genug zurück zu laufen, um den Fastbreak zu stoppen. M. Franklin tütete so ihre Punkte 17 und 18 ein und die verbliebenen 1.3 Sekunden konnten die Jenaer ihrerseits offensiv nicht mehr verwerten. So ging es also in die Verlängerung.

 

Hier zeigte sich schnell, dass der Gast noch mehr Körner hatte, S. Franklin hatte sich bereits ausgefoult und schon im 4. Viertel keine Rolle mehr gespielt. Auch M. Franklin und Lara Schneidewind standen bei vier Fouls und hielten sich entsprechend etwas zurück. Auf die eigene Defensive war weiter Verlass und offensiv hielt man die Intensität hoch. Lecht legte ihren zweiten Dreier auf und Kastenbauer attackierte aggressiv, womit sie den Grundstein zum Erfolg legten. Mit einem viel umjubelten 2:6 ging so die Verlängerung an die Gäste.

 

Durch eine bärenstarke Defense und eine aggressive Offense hatte man sich im ersten Auswärtsspiel der Saison gut präsentiert und insbesondere hinsichtlich der Intensität und des offensiven Selbstvertrauens die richtige Antwort auf das Spiel gegen Weimar gegeben. Einziger Mängel sind weiterhin die vielen liegengelassenen Punkte von der Freiwurflinie (insgesamt 12 Fehlwürfe) und die zahlreichen Turnover, die zum Spiel gegen die Girls Academy am kommenden Wochenende unbedingt abgestellt werden müssen.

 

Für die USV Damen II spielten: Lecht (16/ 2 Dreier), Kastenbauer (10), Borst (7), Grüner (6), Franke (3), Dahrendorf (2), Dotzauer (2)

 

Lang ersehnter erster Saisonsieg

 

Im ersten von zwei stadtinternen Duellen konnten die USV Herren II um die Coaches Zingelmann und Vogel endlich ihren ersten Saisonsieg verbuchen. Zu Gast war die fünfte Vertretung von Science City Jena.

 

Mit breiter Brust und wie immer top motiviert ging man mit zwölf hoch konzentrierten Spielern in die Partie. Ganz anders dagegen die Gäste. Lediglich zu siebt konnten sie in den ersten Minuten nur zusehen, was um sie herum geschah. Nach etwa vier Minuten stand es bereits 16:0. Den Hausherren gelang dabei fast alles. Eine starke Defense und mannschaftsdienliche Offense wiesen die Richtung für den restlichen Spielverlauf. Aufgrund der guten Verteidigung gelang es den Gästen zu keinem Zeitpunkt des Spiels, wirklich Gefahr auszustrahlen und so wurde es auch im Laufe der restlichen Begegnung nicht mehr spannend. Fast schon routiniert hielt man den Gegner auf Abstand, ohne ihn erstarken zu lassen. Jeder der zwölf anwesenden Spieler brachte seine Leistung und sorgte mit seinem Einsatz dafür, dass während des gesamten Spiels konstant gearbeitet wurde. 

 

Dies war das so lang ersehnte erste Erfolgserlebnis und hat eindrucksvoll bewiesen, dass man in der Lage ist, erfolgreichen Basketball zu spielen. Nun heißt es aber, die Leistung bis zum 24.11.18 zu konservieren, um vielleicht das erste Team zu sein, das den bisher ungeschlagenen Tabellenführer Science City Jena VI in die Knie zwingen kann.

 

Für die USV Herren II spielten: König (14), Rinke (12), Straub (10), Bieber (6), Gierschke (6), Geisler (5), Fränzle (3), Slowik (2), Mahfoud, Bogusch, Petrasch, Döring

 

Weitere Spiele der USV Jena Basketballer

USV Jena u16 vs. 1. BV Gera 66: 59:21

USV VIMODROM Baskets Damen I vs. Regensburg Baskets: 97:55

USV Jena Herren I vs. BC Erfurt: 55:75


21.11.2018 12:44