Universitätssportverein Jena e.V.
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Jenaer Rennkanute erfolgreich bei der nationalen Qualifikation in Duisburg

6. Thüringer Juggermeisterschaft sprengt alle Grenzen

Jenaer „Zonenkinder“ sind Mitfavorit auf den Titel


Am Wochenende nach Himmelfahrt, dem 11. und 12. Mai, ist es wieder soweit. Die alljährlich stattfindende und inzwischen 6. Thüringer Juggermeisterschaft wird auf den grünen Wiesen des Universitätssportvereins an der Oberaue 1 in Jena ausgetragen.

Erwartet werden beim bislang größten Juggerturnier in Thüringen 36 Topteams aus ganz Deutschland mit insgesamt circa 250 Sportlern. In einer Gruppenphase und einer anschließenden K.O.-Runde kämpfen sie am Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 10-16 Uhr zum einen um den Titel des Thüringer Juggermeisters, zum anderen aber auch um wertvolle Punkte für die German Jugger League. Unter den teilnehmenden Mannschaften wird auch der Titelverteidiger und amtierende Deutsche Meister Rigor Mortis (Berlin) erwartet, der sich letztes Jahr im Finale gegen die Mannschaft der Jenaer Zonenkinder des USV Jena mit 13:8 durchsetzen konnte. Dennoch braucht sich das Jenaer Team, das auch bei der letztjährigen Deutschen Meisterschaft den zweiten Platz holte, nicht zu verstecken. Nachdem sie kürzlich beim 2. Internationalen Turnier in Saragossa (Spanien) eine Bronzemedaille gewinnen konnten, werden sie auf den insgesamt 7 Feldern des Universitätssportzentrums in Bestbesetzung antreten, um den Thüringer Titel dieses Jahr in der Paradiesstadt zu halten.

Dass Jugger in Jena seit Jahren auf Spitzenniveau gespielt wird ist kein Zufall, denn die Trendsportart wird vor allem unter Studenten immer beliebter. Basierend auf dem gleichnamigen Endzeitfilm von 1989 hat sich Jugger seit 1993 vor allem in Deutschland zu einer wettkampftauglichen Sportart entwickelt und wird mittlerweile rund um den Globus (u.a. in Spanien, Irland, Dänemark, Australien, den USA, Kolumbien, Costa Rica und den Niederlanden) gespielt. Verglichen mit anderen Sportarten lässt sich Jugger am ehesten als eine Mischung aus Rugby und Sportfechten beschreiben. Zwei Teams treten jeweils zu fünft gegeneinander an, um eine Art Ball ("Jugg") in den Trichter ("Mal") der gegnerischen Mannschaft zu befördern. Pro Team darf nur der Läufer (auch "Qwik" genannt) den Jugg transportieren. Geschützt wird er von vier "Pompfern", die ihren Läufer mit Schaumstoffstäben ("Pompfen") verteidigen bzw. den gegnerischen Läufer abschlagen wollen. Währenddessen schlägt eine Trommel im 2-Sekundentakt. Ist ein Spieler von einer Pompfe getroffen (jede Berührung zählt; es kommt nicht auf harte Effekttreffer an), muss er sich eine bestimmte Anzahl an Trommelschlägen hinknien. Daraus entsteht ein rasantes, sehr taktisches und teamlastiges Spiel, das inzwischen in den meisten größeren Städten Deutschlands gespielt wird - und zwar durchweg gemischtgeschlechtlich.

Aufgrund dieser außergewöhnlichen Spielelemente ist die Sportart Jugger zu einem echten Hingucker geworden, der so manchem Trainingszaungast im Paradies schon ins Auge gesprungen ist. Wer dem Turnier am 11. und 12. Mai beiwohnen möchte, ist herzlich eingeladen das Spektakel hautnah am Spielfeldrand als Zuschauer auf dem Gelände des Universitätssportzentrums zu verfolgen. Der Eintritt ist an beiden Tagen selbstverständlich frei. Die Finalisten werden sich am Sonntag circa 15 Uhr miteinander messen und dem Turnier einen packenden Höhepunkt vor der anschließenden Siegerehrung bieten.

Ralph Göring


23.04.2013 07:20