Universitätssportverein Jena e.V.
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Vereinsgeschichte

2000 - es ist ein Kleeblatt entsprungen

Am 04.04.2000 wurde das Jenaer Rugbyteam offiziell gegründet.


2001 - einmal Spielbetrieb und DHM, bitte

Ein Jahr später zählt das Jenaer Team bereits 20 aktive Mitglieder. Gemeinsam mit Spielern aus Gera und Halle ist es möglich als Mitteldeutsche SV eine Spielgemeinschaft zu bilden und aktiv am Spielbetrieb der Regionalliga Ost teilzunehmen. Erstmals an den Start gehen auch die Jenaer Rugbydamen, sie nehmen am geregelten Spielbetrieb in der Regionalliga Nord teil. Die Ladies holen auch den ersten nennenswerten Erfolg nach Jena, den 4. Platz bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft in Heidelberg. Zudem sammeln die Jenaer erste Erfahrungen auf internationalen Turnieren.


2002 - Trainer und Schiedsrichter aus den Jenaer Reihen

Für den sportlichen Höhepunkt im Jahr 2002 sorgt, neben dem beachtlichen 2. Platz beim traditionsreichen Rugbyturnier in Bad Köstritz, der Gewinn des Thüringenpokals. Der Thüringenpokal wird 2002 zum ersten Mal durch den Thüringischen Landesverband ausgetragen und prompt in die Saalestadt geholt. Im Regionalligabetrieb spielt die Herrenmannschaft weiterhin zusammen mit Halle als Spielgemeinschaft MSV.


Neben den sportlichen Erfolgen, gibt es weiteres Erwähnenswertes zu verbuchen. Immerhin fünf Spielerinnen und Spieler aus den Jenaer Reihen erwerben ihre Trainerlizenz, zudem erlangen zwei Spieler die Schiedsrichterlizenz für die Regionalliga.


2003 - eine neue Heimspielstätte

Im dritten Jahr des noch jungen MSV können erstmals Ligaheimspiele auf dem Gelände des USV Jena ausgetragen werden. Mit diesem Rückhalt erklimmt die Herrenmannschaft das Siegertreppchen der Südstaffel in der Regionalliga Ost. Als Lohn für diese erfolgreiche Saison können die Jungs vom MSV in der zweiten Saisonhälfte 2004 um den Aufstieg in die 2. Rugbybundesliga mitspielen. Bei der DHM sind die Herren aus Jena ebenfalls vertreten. Zwar belegen sie nur einen eher durchschnittlichen 12. Platz, stellen allerdings den besten Spieler des Turniers.


Auch die Damen nehmen ab 2003 an dem Spielbetrieb der Regionalliga Ost teil. Dazu kommt, dass die Damen in diesem Jahr zwei Vize-Titel nach Jena holen. Sie belegen jeweils den zweiten Platz bei den Beach Rugby Turnieren in Halle und Bad Köstritz.


2004 - Umbruch in Jena

Die Jenaer Herrenmannschaft trennt sich trotz des Erreichens der Aufstiegsrunde von der Spielgemeinschaft Mitteldeutsche SV und wird nun offiziell als USV Jena geführt. Das Fiddlers Green Rugby Team Jena stellt somit die erste eigenständige 15er Mannschaft in Thüringen. Ein Spieler aus Jena schafft gleichzeitig sogar den Sprung in die 1. Rugbybundesliga.

Die Damen hingegen machen erneut durch sportliche Leistungen auf sich aufmerksam, indem sie mit einem 3. Platz beim Beach Rugby Turnier in Bad Köstritz fast nahtlos an die Leistung vom Vorjahr anknüpfen können.

Um auch mittelfristig Rugby auf einem guten Niveau in Jena etablieren zu können, geht man im Jahr 2004 erste Schritte in Richtung Nachwuchs- bzw. Jugendarbeit. So kommt es zum Aufbau einer Rugby AG am Ernst-Häckel-Gymnasium in Jena für Schülerinnen und Schüler. Die Rugbyabteilung zählt zu diesem Zeitpunkt 42 Mitglieder.


2005 - DHM in Jena und viel Frauenpower

2005 richten die Jenaer Rugbies zum ersten Mal die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Rugby sowohl für Damen als auch für Herren auf heimischem Boden aus. Die Voraussetzungen dafür können passgenau im selben Jahr erfüllt werden, indem man endlich die lang erhofften Rugbytore zur Verfügung gestellt bekommt. Die Damen nutzen den Heimvorteil und belegen am Ende der DHM einen hervorragenden 3. Platz. Am Ende der Regionalligasaison 2004/2005 stehen die Jenaer Damen zudem auch als Regionalligameisterinnen fest. Außerdem holen sie den Beach Rugby-Pokal in Halle und belegen im Bad Köstritzer Beach Rugby Turnier den 4. Platz.


2006 - Licht und Schatten

Das bisher schwierigste Jahr der Vereinsgeschichte beschert den Fiddlers fast das Aus in der Regionalliga. Aufgrund der Trennung von der Spielgemeinschaft mit den Geraer und Hallenser Rugbyspielern, studententechnischer Fluktuation und dem mangelnden Spielernachschub müssen die Jenaer Rugbies einige Spiele mit weniger als 15 Spielern antreten, manche sogar absagen. Eine gute Basis für eine erfolgreiche Teilnahme am Spielbetrieb gestaltet sich anders.

Die Damen werden 2006 hingegen zum ersten Mal Thüringenmeister. Außerdem feiern sie ihre Premiere beim Neuseenland Sevens mit einem hervorragenden 2. Platz. Dazu reiht sich ein 3. Platz bei den Highlandgames in Halle in die Erfolgsserie der Jenaer Rugbydamenmannschaft ein.


2007 - es geht bergauf

Nachdem ein ganzer Schwung neuer Rugbybegeisterter gegen Ende des Vorjahres "angelernt" werden konnte, geht es 2007 mit dem Jenaer Herrenrugby wieder bergauf. Im Herbst 2007 zählt die gesamte Jenaer Rugbyabteilung 60 Mitglieder.

Die Damen belegen in der Regionalliga Ost am Ende den 4. Platz. Außerdem können die Ladies ihren Erfolg vom Vorjahr bei den Highlandgames in Halle verbessern und belegen in diesem Jahr sogar den 2. Platz.

Ein weiterer Schritt in Richtung "Thüringer Rugbynachwuchs" wird von den Jenaer Rugbies in die Wege geleitet. Schüler in der Waldorfschule Jena und Weimar bekommen erste Übungsstunden mit dem Ei. So soll zumindest der Bekanntheitsgrad für den eigenen Sport erhöht und eine Alternative zu Standardsportarten aufgezeigt werden.


2008 - Rückenwind online

Erstmals können sich Studenten der Friedrich-Schiller-Universität und der Fachhochschule Jena für einen Hochschulsportkurs Rugby einschreiben. Nicht nur das, sondern auch die immer größer werdenden Bemühungen um "Nachwuchs" tragen dazu bei, dass in diesem Jahr 17 neue Spielerinnen und Spieler dem Jenaer Rugbyverein beitreten, dies stellt den bisherigen Höhepunkt beim Mitgliederzuwachs dar.

Auch sportlich geht es weiter voran. Die Jenaer Rugbydamen spielen in einer Spielgemeinschaft mit Erfurt zusammen erstmals in der 2. Rugbybundesliga. Parallel dazu nehmen sie auch weiterhin am Spielbetrieb der Regionalliga teil, bei dem sie am Ende den 3. Platz belegen. Außerdem belegen die Damen den 1. Platz beim Saxon Sevens Turnier.

Die Herrenmannschaft holt auf heimischem Rasen erneut den Thüringenpokal. Zu dem nehmen sie fleißig an einigen Turnieren teil. Neben der DHM in Nürnberg, dem Saxon Sevens in Dresden, Sport gegen Rassismus in Weißwasser, den Beach Rugby Turnieren in Bad Köstritz und Halle, nehmen die Herren auch am erstmals stattfindenden Ilmpokal in Ilmenau teil, den sie als erstes Team gewinnen können.


2009 - Rugby macht Schule

2009 stellt eines der bisher erfolgreichsten Jahre des Jenaer Rugbys dar. Die zahlreichen Ideen und Probeläufe aus der Vergangenheit in Richtung Nachwuchsarbeit nehmen zum ersten Mal konkrete Formen an. Das vom Jenaer Rugbylegionär Sebastian Gärtner ins Leben gerufene Projekt "Rugby macht Schule" läuft an. Dabei werden an einigen Jenaer Schulen in Absprache mit den Sportlehrern Rugbystunden gehalten, um den Bekanntheitsgrad des Rugbysports zu steigern und langfristig für den Jenaer Rugbynachwuchs zu sorgen. Resultat der Bemühungen: Ende Oktober 2009 findet erstmalig auf dem Gelände des USV Jena ein Kinder- und Jugendtraining statt.

Bevor der Ligaspielbetrieb losgeht, fahren die Herren nach Gera und bringen den Thüringenpokal als Titelverteidiger heim. Außerdem wird im Sommer wieder ordentlich durch Deutschland getourt. So nehmen die Fiddlers an einem Turnier in Magdeburg, der DHM in Mainz, dem 2. Ilmpokal und dem Beach Rugby Turnier in Bad Köstritz teil. Weiterhin reisen die Jenaer Herren in den hohen Norden um am 19. Schietwettercup in Kiel teilzunehmen, bei dem sie auf Teams aus ganz Europa treffen.

Nach der Zusammenlegung der beiden Regionalligastaffeln, nehmen die Herren erstmals an einer "großen" Regionalliga mit 11 Teams teil. Zum Ende der ersten Saisonhälfte belegen sie in der Tabelle den 7. Platz.

Am Ende ihrer ersten Zweitligasaison belegen die Damen der Spielgemeinschaft Jena/Erfurt den 4. Tabellenplatz. Die Abteilung Rugby zählt Ende des Jahres 75 Mitglieder.


2010 - Jubiläumszeit

Seit Beginn des Jahres 2010 zählt die Abteilung Rugby die bisher meisten Mitglieder. Das Mannschaftswesen flukturiert und das spielerische Niveau kann nochmals gesteigert werden. Dies wird deutlich, wenn man die ersten Spiele der Saison betrachtet.

War das Herrenteam vor einem Jahr noch auf einzelne Leistungsträger angewiesen, so macht sich mittlerweile das Fehlen dieser kaum bemerkbar. Auch in den stets problematischen Semesterferien, in denen sich die Jenaer Reihen aufgrund der vielen studentischen Spieler wieder und wieder lichten, gelang es mit vier Siegen in Folge, die bisher längste Siegesserie in der Jenaer Vereinsgeschichte hinzulegen. Der 2. Platz in der Oststaffel B ist der Lohn.

Im Mai nehmen die Herren am größten internationalen Rugbystudententurnier in Bauvais (nördlich von Paris) als Vertreter der Friedrich-Schiller-Universität Jena teil. Eine Woche später bekommen sie Besuch vom französischen Rugbyclub aus Corto.

Auch die Damen sind wieder erfolgreich. Mit einem gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga, brauchen sie sich vor niemandem zu verstecken. Der Start in die Regionalligasaison gelingt mit einer drei Siegen in Folge perfekt.

Erstmals arbeiten das Damen- und das Herrenteam auch gemeinsam an öffentlichen PR-Aktionen. So entstehen, im Zeichen des 10-jährigen Vereinsjubiläums, die ersten gemeinsamen Rugby Jena Flyer. Im Rahmen dieses Jubiläums soll nicht nur ein feierliches Geburtstagsspiel mit festlichem Rahmenprogramm, sondern auch ein Jubiläumsturnier mit internationaler Beteiligung stattfinden.


2011 - the Show is going on

Auch 2011 können die Jenaer Rugbies ihre Erfolgsstory fortsetzen. Die Herren legen nach der erfolgreichsten Saison bisher im vergangenen Jahr nochmal einen drauf. Nach der Hinrunde stehen die Herren auf Platz 7 der Regionalligatabelle und ziehen somit in die "Mittelklassenendrunde" ein. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, siegen die Fiddlers auf Berliner Boden und das gleich noch zu null und mit Offensivbonuspunkt. Am Ende der Regionalligasaison übertreffen die Herren in ihrer bis dahin erfolgreichsten Spielzeit mit einem hervorragenden 4. Tabellenplatz alle Erwartungen. Egal ob zu Hause oder im fernen Berlin, die Fiddlers gewinnen alle Spiele mit Offensivbonuspunkt und können sich somit zurecht als "Sieger der Platzierungsrunde" betiteln.

Auch bei den Damen geht es voran. Sie spielen nicht nur oben in der Regionalliga mit, sondern nehmen als Teil des MDR, einer Spielgemeinschaft aus Erfurt, Jena, Leipzig und Berlin, zudem an der Finalrunde der 1. Bundesliga teil.

Erstmals kommt auch im Sommersemester ein Hochschulsportkurs zusammen, der genug Teilnehmer findet um ein eigenständiges Training stattfinden zu lassen. Aufgrund der geringeren Anzahl an Erstsemestern war dies bisher nicht möglich. Die Mitgliederzahlen der Abteilung steigen.


2012 - Aufstieg in die Bundesliga und Umstrukturierung der Abteilung

Nachdem von Seiten des Deutschen Rugbyverbandes bereits 2011 eine Strukturreform angestoßen wurde. Führte die Umsetzung dieser auch für die Jenaer Rugbies zu erheblichen Veränderungen. Nach einer guten Saison und dem abschließenden 5. Tabellenplatz in der Regionalliga Nordost war der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga gesichert. Was folgte waren insbesondere interne strukturelle Veränderungen.

So muss für die zweite Bundesliga die Trainingsleistung eines jeden Spielers erhöht werden, zudem soll die Trainerausbildung vorangetrieben werden, um die Trainingseinheiten auf ein höheres Niveau zu heben. Mit der erstmaligen Verabschiedung einer Abteilungssatzung soll der Rahmen für geordnetere Strukturen geschaffen werden.

Zudem trifft man 2012 in der 2. Bundesliga auf größere sportlichere Herausforderungen die in der Regionalliga verbliebenen „schwächeren“ Konkurrenten fehlen. Neue Gegner sind neben semiprofessionellen Teams unter anderem Mannschaften aus dem tendenziell stärker einzuschätzenden Norden, wie Bremen oder St. Pauli. Zum Abschluss des Jahres belegen die Fiddlers knapp hinter dem Berliner SC den 8. Tabellenplatz.