Universitätssportverein Jena e.V.
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Erfolgreiche Top-10-Turniere für den Nachwuchs

Oberligakrimi

Die USV VIMODROM Basketballer schafften einen Sieg im Herzschlagfinale in der Oberliga Herren. Drei weitere Spiele endeten ohne Erfolg.


Thriller am Sonntag

 

USV VIMODROM Baskets Herren II schlagen BC Erfurt nach großem Kampf 78:77 (27:26|10:18|19:16|22:17)

 

Das dritte Spiel der USV VIMODROM Baskets in der noch jungen Oberligasaison der Herren stand zunächst unter keinem guten Stern. Fast die Hälfte der Mannschaft fehlte und Erfurt schien insbesondere unter dem Korb drückend überlegen. Doch man zeigte wie in den ersten beiden Spielen großes Herz und große Geschlossenheit und kämpfte die Landeshauptstädter nach 40 spannenden Minuten nieder.

 

Mit viel Tempo und offensiver Power starteten beiden Teams ins Spiel. Dabei war, fast wie zu erwarten, das Team des BC Erfurt von Beginn an bemüht, den Ball zu ihren großen Jungs ans Brett zu bringen. Die VIMODROM Jungs hingegen attackierten den Korb konsequent von außen und erarbeiteten sich so immer wieder freie Würfe, konnten sich Mitte des Viertels mit fünf Punkten absetzen. Erfurt kam aber umgehend zurück und so ging es im Gleichschritt zum 27:26 aus Jenaer Sicht zur Viertelpause.

 

Im zweiten Spielabschnitt verloren beide Teams zunächst ein wenig den Faden. Viele Fehler und vergebene Chancen prägten das Spiel bis Mitte des Viertels, ehe die Erfurter einen 11:0 Lauf hinlegten und das Spiel zu kontrollieren drohten. Doch der Gastgeber konnte noch einmal nachlegen, verkürzte den Rückstand zur Halbzeitpause durch einen Treffer mit der Sirene durch Siemen Kühl auf sieben Punkte (37:44).

 

Das dritte Viertel schien zunächst eine Kopie des zweiten Viertels zu werden. Viele kleine Fehler bestimmten das Spiel, Erfurt konnte sich aber schneller wieder fangen und ging Mitte des Viertels mit 13 Punkten in Führung (41:54). Jetzt stellten die Universitätssportler ihre Defense um, legten mehr Aggressivität an den Tag und es sollte Wirkung zeigen. Göran Roewer und Florian Lecht legten sieben Punkte in Folge auf, zwei Freiwürfe von Tom Rose und ein Dreier von Tobi Richter zum Viertelende verkürzten den Rückstand auf vier Punkte (56:60).

 

In den letzten 10 Minuten war klar: nur mit voller Konzentration und viel Herz konnte man das Spiel gewinnen. Die kurze Rotation zeigte ihre Wirkung, doch aufgeben wollte niemand. Nach drei Minuten hatte Siemen Kühl mit acht Punkten am Stück beinahe im Alleingang das Spiel gedreht, mit 66:64 war man nun vorn. Doch Erfurt kam zurück, legte seinerseits einen 10:0 Lauf hin und ging zwei Minuten vor Schluss beinahe entscheidend mit 74:66 in Führung. 

 

Doch wer nun meinte, die Moral war gebrochen, sah sich getäuscht. Wieder waren es Siemen Kühl und Flo Lecht, die mit 10 Punkten für den Ausgleich zum 76:76 25 Sekunden vor Schluss sorgten. Erfurt hatte den Ball, Jena machte Druck. Mit etwas Glück bekam Christian Korth mit 5,6 Sekunden auf der Uhr direkt am Korb den Ball und war nur noch mit einem Foul zu stoppen. Der erste Freiwurf wollte sein Ziel nicht finden, der zweite schon, Auszeit Jena. Göran Roewer konnte aus dem System heraus den Korb attackieren und ließ sich auch von der Hilfe nicht beeindrucken, versenkte seinen Wurf zur 78:77 Führung. Doch jetzt hatte Erfurt noch einmal zwei Sekunden Zeit für einen letzten Angriff und nutzte eine Auszeit, um sich zu sortieren. Wieder war es Christian Korth, der plötzlich völlig frei unter dem Jenaer Korb auftauchte. Christoph Glandt konnte den Pass in letzter Not noch ins Aus befördern, eine Sekunde blieb auf der Uhr, noch einmal Einwurf. Und erneut bekam ein Jenaer Spieler die Hand an den Ball. Göran Roewer tippte den Einwurf, der Ball trudelt, die Uhr lief ab. Aus, vorbei, dritter Sieg! Sichtlich fertig, aber glücklich bedankte man sich beim Erfurter Team und den Schiedsrichtern für das ansehnliche und spannende Spiel. 

 

Nun hat das Team vier Wochen spielfrei und Zeit, an vielen Details zu arbeiten. Denn auch wenn man mit drei Siegen aus drei Spielen gestartet ist, steht das neue Team noch am Anfang der Entwicklung.

 

Für die USV VIMODROM Baskets Herren II spielten: Kühl (30/3 Dreier), Lecht (16/2), Roewer (14/1), Richter (7/1), Langer (5), Raddatz (4), Rose (2), Glandt

 

Drei Viertel reichen nicht

 

Am Sonntagabend hieß es für das Team um Coach Schwiekal Auswärtsspiel gegen Science City Jena 5. Es sollte ein halbes Viertel brauchen, bis das Team der USV VIMODROM Baskets III ins Spiel fand. Dafür konnte man Science City schnell Fouls anhängen, indem man immer wieder den Korb attackierte. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und da der USV den Start etwas verschlafen hatte, konnte sich Science City im ersten Viertel mit leichter Führung durchsetzen (23:16).

 

Im zweiten Viertel hatte dann der USV das Momentum auf seiner Seite. Man spielte clever zusammen, fand die Lücken und freien Mitspieler. In der Defense haperte es noch etwas in der Kommunikation, aber man versuchte so gut es ging auch hier als Team zu agieren. Das sollte soweit auch gut funktionieren, dass man einen 10:0-Lauf hinlegte und man Science City fünf Minuten lang keine Punkte ermöglichte. Besonders Center Straub dominierte unter dem Korb und legte 13 Punkte in der ersten Hälfte auf. Die VIMODROM Herren gingen zur Halbzeit in Führung (36:32).

 

Man startete konzentriert ins dritte Viertel und behielt weiterhin die Oberhand. Durch zwei Dreier hintereinander von Kapitän Geisler und Gierschke konnte man sich zur Hälfte des dritten Viertels eine 11-Punkte-Führung erspielen. Dann schlichen sich nach und nach Fehler ein. Man ruhte sich auf der Führung aus und wurde hastig in der Offense und unkonzentriert in der Defense. Science City konnte sich nach und nach heranarbeiten, da man ihnen einfache Würfe schenkte. Sie konnten in den letzten fünf Minuten des dritten Viertels eine Punktebilanz von 19:9 aufweisen. Das bedeutete zum Ende des Viertels Gleichstand (58:58).

 

Im letzten Viertel brauch der USV komplett ein: In der Offense wie auch in der Defense sollte nichts mehr funktionieren. Das Viertel ging mit 17:1 an Science City, wodurch sie mit 75:59 gewannen.

 

Auch wenn man in der Offense einige gute Aktionen hatte, heißt es jetzt aus den Fehlern lernen, besonders in der Defense schlauer werden. Denn am 21. Oktober geht es im Heimspiel gegen Zeulenroda in der Dreifelderhalle weiter.

 

Für die USV VIMODROM Baskets Herren III spielten: Straub (19), Geisler (13/1 Dreier), Zingelmann (8), Gruber (6), Gierschke (5/1), Jahrmarkt (3), Kühn (3/1), Slowik (2), Siegmann

 

Weitere Spiele der USV VIMODROM Baskets

USV VIMODROM Baskets u16 vs. Science City Jena II: 40:93

USV VIMODROM Baskets Damen II vs. Science City Jena: 33:64


26.09.2017 12:35