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Erfolgreiche Saisonabschlussfeier

Erfolgreiche Teilnahme an der Junioren-WM

Veit Slodowski beendet JWM als bester Deutscher


Fotos: Marjo Lalli

Von seiner ersten Teilnahme an einer Juniorenweltmeisterschaft (JWM) im Orientierungslauf kehrt Veit Slodowski mit Tuchfühlung zur Weltspitze zurück.

 

Spätestens seit der Frühjahrssaison 2017 ist unumstritten, dass Veit nicht nur in der Juniorenkategorie sondern auch in der Eliteklasse der Männer zur nationalen Spitze gehört. So ließ er zum Beispiel bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Sprint-Orientierungslauf am 30. April in Regensburg die gesamte Herrenkonkurrenz hinter sich und holte erstmals die Goldmedaille in dieser Disziplin nach Jena.

 

Aber Erfolge fallen nicht vom Himmel, sondern sind vor allem das Ergebnis von diszipliniertem, zielstrebigem Training, gepaart mit einer Portion Talent und dem nötigen Quäntchen Glück im Wettkampf. Und gerade diese Eigenschaften zeichnen Veit aus.

 

Dabei sah Veits Start bei der JWM in Tampere/Finnland zunächst alles andere als gelungen aus. Beim Vorlauf über die Mitteldistanz am 10. Juli genügte eine kleine Unkonzentriertheit und er entschied sich auf einer Postenverbindung für eine zu riskante Route, was ihm 5 Minuten und die bereits sicher geglaubte Qualifikation für den Finallauf in dieser Disziplin kostete.

 

Aber ein guter Sportler weiß mit Misserfolgen umzugehen und lernt aus ihnen. Und so absolvierte Veit bereits zwei Tage später über die Sprint-Distanz im bergigen Westteil der Stadt Tampere einen fehlerfeien Lauf. Mit geringem Rückstand auf den finnischen Sieger Olli Ojanaho sicherte er sich in der Sprintdisziplin Platz 18 unter den weltbesten 173 Startern aus 40 Ländern. 

 

Aber nach seiner Schlappe über die Mitteldistanz wollte Veit beweisen, dass er nicht nur im urbanen Gelände sondern auch im orientierungstechnisch anspruchsvollen skandinavischen Wald zu den besten Junioren der Welt gehört. Und dies gelang ihm bei der Entscheidung in der dritten Einzeldisziplin dieser Weltmeisterschaft sehr eindrucksvoll. Über die Langdistanz, der Königsdisziplin des Orientierungslaufes, sicherte er sich erneut Platz 18. Dabei waren auf einer Strecke von 13,9 km Luftlinie 21 Kontrollpunkte, die sogenannten Posten, anzulaufen, wofür er mit 1 Stunde, 12 Minuten und 52 Sekunden nur 7 Minuten mehr als der dreifache Goldmedaillengewinner dieser JWM Olli Ojanaho benötigte.

 

Beim abschließenden Staffellauf der JWM konnte sich Veit Slodowski mit seinen Mannschaftskollegen Colin Kolbe aus Lübbecke und Ole Henseler aus Seesen mit Platz 10 auch noch über eine Top-10-Platzierung freuen. Ein eindrucksvoller Abschluss, der neugierig auf die Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Kecskemét/Ungarn macht.

 

Steffen Lösch


20.07.2017 12:35