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Licht und Schatten am 2. Spieltag der Frauen-RL-Ost

Ein Wochenende voller Basketball

Ausnahmslos alle Teams der USV VIMODROM Baskets mussten am Wochenende ran. Ergebnis aus sieben Spielen: 3 Siege und 4 Niederlagen.


Die Herbstferienpause war auf einen Schlag vorbei! Von der Jugend, über die Damen bis zu den Herren waren alle Mannschaften der VIMODROM Baskets am Wochenende gefragt. Ereignisreiche Basketballtage liegen somit hinter uns. Die Berichte zu den Spielen folgen hier:

 

Weniger ist manchmal mehr

 

Eigentlich stand die zweite Saisonpartie der USV VIMODROM u14 unter keinem guten Stern. Man hatte nur sechs Spieler zur Verfügung, davon einen Neuzugang, der erst in dieser Saison mit Basketball und dem Spielbetrieb begonnen hatte. Allen war somit im Vornherein klar, dass es ein anstrengendes Spiel werden würde. Das Ergebnis gegen Science City Jena M14 III sollte erst einmal zweitrangig sein und mit zwölf Spielern war der Gegner quantitativ deutlich besser aufgestellt.

 

Es gab nur wenige Vorgaben vor Spielbeginn. Offensiv sollten die Korbleger mit Spannung und Sicherheit verwandelt werden, daran hatte man in letzter Zeit im Training sehr intensiv gearbeitet. Weiterhin wollte man schönen Teambasketball zeigen. In der Verteidigung musste die Zuordnung funktionieren und auch hier sollte man als Team spielen und sich gegenseitig helfen, wenn es nötig war.

 

Die VIMODROM Jungs legten gegen die Hausherren von SCJ einen Start hin, der sogar ein wenig überraschte. In der Vergangenheit machte man sich nicht selten selbst das Leben schwer. Doch gegen die Jungs von Science City setzte die Mannschaft endlich den einfachen, aber effektiven Basketball um, den man im Training versucht zu vermitteln. Nach jedem Pass wurde zum Korb gelaufen und so eine Anspielstation für den einfachen Korbleger gegeben. Die Mitspieler fanden den richtigen Pass auch oftmals und so legte das Team einen 10:0 Lauf hin. Das restliche Viertel verlief ähnlich und so lautete der Stand nach den ersten zehn Minuten 5:16. Im zweiten Viertel verlor man den Faden dann ein wenig. Die Verteidigung der Heimmannschaft wurde etwas intensiver und vielleicht dachten die Jungs auch, es würde schon so weiter gehen. Man wurde nachlässig und fiel in alte Muster. SC konnte das Viertel mit 11:8 gewinnen und der Vorsprung schmolz auf 16:24.

 

Die Anstrengung war den VIMODROM Jungs deutlich anzusehen. Es gab nur wenige Pausen und Science City konnte immer wieder frische Kräfte aufs Parkett schicken. Doch das Team hielt zusammen und zeigte immer wieder schöne Spielzüge. In der Reboundarbeit konnten die Jungs überzeugen und ließen somit kaum zweite Wurfchancen des Gegners zu. Offensiv fand man zwar nicht den Rhythmus wie im ersten Viertel, aber man behielt die Oberhand und beende das Viertel mit 26:38. In den letzten zehn Minuten schien eher den Hausherren die Puste auszugehen als den USV Jungs. Immer wieder war man in der Verteidigung wach genug und verhinderte den Abschluss. Das Umschalten funktionierte meist gut und schnell und so baute der USV seinen Vorsprung aus. Am Ende siegte man mit 42:58 und bewies, dass es auch Vorteile haben kann, mit nur wenigen Spielern anzutreten, da die Jungs als gute Einheit auftraten.

 

Für die USV VIMODROM Baskets u14 spielten: Templin (21), Mauß (14), Bauersachs (10), Scholz (9), Nürnberger (4), Morigerowsky

 

Von Nichts kommt Nichts

 

„Von Nichts kommt nun mal Nichts.“: Harte Worte für das U19 Team der USV VIMODROM Baskets Jena am vergangenen Wochenende. Leider blieb nach dem Spiel gegen den Basketball Club aus Erfurt nicht mehr viel anderes zu sagen. So verlor man doch das Heimspiel unnötig deutlich mit 26 Punkten Differenz.

 

Bereits vor Spielbeginn kündigte sich an, dass es dieses Wochenende hart werden würde für die Vimo Jungs. Lediglich 8 Spieler hatten es aufs Parkett geschafft, 3 mussten kurzfristig wegen Krankheit, Verletzung oder familiären Angelegenheiten absagen. Nichtsdestotrotz ging es mit Zuversicht und gutem Wille ins Spiel. Irgendwie war davon dann aber nichts mehr auf dem Spielfeld zu sehen. Das Jenaer Team schien verschlafen, unkonzentriert und motivationslos. Sowohl auf dem Weg zum Korb, als auch defensiv machte man nur halbe Sachen und ermöglichte es dem BC Erfurt so, immer wieder zu zweiten Wurfchancen und einfachen Fastbreak-Punkten zu kommen. Auch das Teamplay stimmte einfach nicht. Unnötige 1:3-Aktionen und ungenaue Pässe führten selbstverständlich zu Ballverlusten und schlechter Stimmung innerhalb des Teams. Der Umstand, dass auch ansonsten keine Würfe fallen wollten, trug ebenso nicht zur Besserung der Lage bei. Ein kleiner Lichtblick war Lennart Schulz, der sowohl gute Wurfchancen erfolgreich nutze sowie aggressiv den Korb attackierte. Trotzdem war bereits nach dem 1. Viertel ein deutlicher Punktevorsprung der Gegner erkennbar (13:26). Zu den zweiten 10 Minuten lässt sich leider auch nichts Besseres sagen, man knüpfte nahtlos an die eigenen Fehler an. Zur Halbzeit stand es daher schon 24:41.

 

Aufgeben wollte man nun eigentlich trotzdem nicht, aber all das Reden und Besprechen in der Viertel- und Halbzeitpause führte erneut zu nichts. Die Zone der Erfurter konnte zwar durch gute Cuts ab und zu ausgespielt werden, jedoch wurden Würfe und Korbleger weder konsequent, noch mit genug Spannung abgeschlossen. Christian Heyer, Zeno Reichart und Moritz Hädrich fanden zwar immer wieder den Weg bis zum Brett, aber kaum einer der Abschlüsse war erfolgreich. In der eigenen Zonenverteidigung stand man mehr wie Kegel da, sodass gerade der Erfurter Tom Kahlert wieder und wieder seinen Weg um die Verteidiger herum fand und somit zahlreiche Punkte für die Gegner erzielte. Nach dem 3. Viertel lagen die VIMODROM Baskets dann schon mit knapp 20 Punkten hinten und hatten, wie man so schön sagt, eh nichts mehr zu verlieren.

 

Vielleicht wurde auch deswegen das letzte Viertel zumindest nochmal ein kleines bisschen ansehnlicher. Viele Spielzüge wurden wesentlich energischer umgesetzt und etwas Kampfgeist flammte kurzzeitig auf. Aber am Ende war dann trotzdem keine Kraft mehr auf der Jenaer Seite da. Die Gegner konnten sich immer weiter absetzen und gewannen das Spiel schlussendlich mit 56.82.

 

In Bezug auf den Titel mussten die Spieler des USV Jena einsehen, dass bei der derzeitigen Trainingsbeteiligung und fehlenden Konzentration auf Details im Training nicht viel herauskommen kann. Wurf- und Defenseübungen müssen nun mal ernst genommen werden und zu viert kann man kein Teamtraining machen. Eigentlich logische Grundvoraussetzungen in einem Basketballteam. Natürlich sind die Trainerinnen aber guter Dinge, dass sich dies in den kommenden Wochen wieder ändern wird und auch ein solches Spiel wichtig für die Entwicklung der Mannschaft ist.

 

Für die USV VIMODROM Baskets u19 spielten: Schulz (15/2 Dreier), Reichart (13/1), Heyer (12), Hädrich (11), Daffinger (3/1), Kette (2), Pauly, Martins-Cavaco

 

Noch einen drauf gesetzt

 

Am vergangenen Sonntag spielten die USV VIMODROM Baskets Damen I erneut gegen die Mannschaft der LadyBaskets Jena. Stand man sich letzte Woche noch im Pokal gegenüber, so stand an diesem Woche das erste Ligaspiel der Saison für das Team an. Und es sollte ein Spiel werden, das half, einige „Flüche“ zu brechen.

 

Die Zielsetzungen waren klar vorgegeben. Man wollte genauso konzentriert und mit viel Aggressivität ins Spiel starten wie bereits vergangene Woche. Dies gelang unseren Damen im ersten Viertel sehr gut. Durch eine aggressive Zonenpresse konnte man leichte Ballgewinne erzielen und diese auch hochprozentig im gegnerischen Korb versenken. Alex Ruppe brach den Fluch der letzten Partie, in der das Team nicht einen Wurf außerhalb der Dreierlinie im Netz platzieren konnte und erzielte gekonnt in der 2. Spielminute einen Dreipunktwurf. Und dieser sollte nicht der letzte der Partie bleiben. Durch ein paar Unkonzentriertheiten musste man jedoch den einen oder anderen Gegentreffer in Kauf nehmen. Das erste Viertel ging mit 31:8 an die USV Ladies.

 

Im zweiten Viertel war es vor allem Vanessa Kajan, die ein ums andere Mal erfolgreich zum Korb gelangte und den Ball im Netz versenkte. Man hielt weiterhin an einer Ganzfeldverteidigung fest und war wachsamer in der Helpside-Verteidigung, wodurch die Gegner nur zwei Punkte in diesem Viertel erzielen konnten. Mit einem 61:10 Stand konnte man also zufrieden in die Halbzeitpause gehen.

 

Das dritte Viertel kann man schnell zusammenfassen. Ein sehr zäher Spielverlauf mit wenig ansehnlichen Aktionen auf beiden Seiten führte zu einem Viertelendstand von 76:14 für die USV Damen. Erfreulich war jedoch, dass unser Neuzugang Anna Metzdorf endlich ihren Freiwurffluch besiegen konnte und die ersten erfolgreichen und auch soliden Freiwurfpunkte erzielen konnte! 

 

Im letzten Viertel zog man die Intensität noch einmal an. Man wollte wieder klarere Aktionen zum Korb setzen und defensiv auch die letzten 10 Minuten noch einmal Alles geben. Und dies gelang den Damen auch sehr gut. Man krönte seine souveräne Leistung noch einmal mit ein paar schönen Fastbreak-Pässen und den ein oder anderen in der Auszeit aufgemalten erfolgreichen Spielzug. Am Ende stand das 111:26 für die USV VIMODROM Baskets an der Tafel und man ging zufrieden vom Feld.

 

Am kommenden Wochenende steht das erste Auswärtsspiel der Saison an. Das noch sehr junge Team aus Ilmenau stellt die nächste Aufgabe für die USV Damen dar. Man darf gespannt sein!

 

Für die USV VIMODROM Baskets Damen I spielten: Kajan (28), Alkewitz (22/4 Dreier), Ruppe (18/2), Kraski (14), Metzdorf (11), Riebel (8/1), Vogel (6), Dreßler (4)

 

Zwei Gesichter

 

USV VIMODROM Baskets Herren II bleiben in der Oberliga auf Erfolgskurs

 

Sichtlich erleichtert waren die Gesichtszüge der Oberliga Herren nach der schweren Geburt am Samstagnachmittag in Gera. 78:60 hört sich als Ergebnis zunächst nicht besonders spektakulär an, doch wie es zustande kam war schon eher ungewöhnlich.

 

Das erste Viertel startete sehr schleppend. Man merkte dem Team die lange Pause von vier Wochen an, einfache Würfe wollten nicht fallen, die Abstimmung offensiv wie defensiv war noch alles andere als optimal. Ganze neun Punkte hatte man nach 10 Minuten auf dem Konto. Da auch der Gastgeber viele Chancen liegen ließ und seinerseits nur 14 Punkte erzielte, hielt sich der Rückstand in Grenzen.

 

Das zweite Viertel sollte besser werden, dessen war man sich sicher. Doch falsch gedacht. Nach 21 Sekunden im ersten gegnerischen Angriff ertönte bereits zum fünften Mal die Pfeife der Schiedsrichter. Zwei Freiwürfe für Teamfouls waren die Folge. Und so zog sich das zweite Viertel ähnlich hin, wie es schon das erste tat. Offensiv mit sichtlichen Schwierigkeiten, die freien Würfe von außen zu treffen oder den Ball ans Brett zu bringen, defensiv insbesondere im 1:1 und im Rebound mit ungewohnten Schwächen. Zwei Punkte in der letzten Sekunde für Gera sorgten für den 25:34 Rückstand zur Pause.

 

In der Kabine fand man deutliche Worte und wurde bei der Ehre gepackt. So wollte man seine Serie zu Saisonbeginn sicher nicht beenden. Dementsprechend energiegeladen ging man dann auch das dritte Viertel an. Fünf schnelle Punkte konnten die Spieler von Coach Lars Winter noch einmal mit einem Lay Up nach Fast Break beantworten, dann übernahmen die VIMODROM Männer das Spiel aber. 26 Punkte legten sie auf, trafen ihre Dreier und spielten insgesamt mit viel höherem Tempo und höherer Intensität als noch in der ersten Halbzeit. Gera war sichtlich beeindruckt, konnte nur noch neun Punkte erwidern. Mit 51:43 und einem ganz anderen Gefühl ging es ins Schlussviertel.

 

Hier legte man offensiv sogar noch einmal einen drauf. 27 Punkte und damit zwei mehr als in den ersten 20 Spielminuten schenkte man dem Gegner ein. Da man defensiv nun aber wieder ein wenig mehr zuließ, fiel das Ergebnis mit 78:60 weniger deutlich aus als möglich. Was zählt sind aber die nächsten zwei Punkte auf der Habenseite und die Erkenntnis, an welchen Details man in den kommenden Trainingseinheiten arbeiten muss. Denn in den nächsten Wochen sieht man sich in den Spielen gegen Weimar und Science City Jena Teams gegenüber, die sich bisher ebenfalls keine Blöße gaben und am Ende der Saison weit oben erwartet werden.

 

Für die USV VIMODROM Baskets Herren II spielten: Lecht (25/3 Dreier), Kühl (19), Martick (8/2), Heppner (6), Glandt (6), Roewer (5/1), Raddatz (4), Filippzik (3), Richter (2)

 

Gegen den Ligaprimus unterlegen

 

Am Samstagabend durften die USV VIMODROM Herren III den Ligaprimus aus Zeulenroda empfangen. Die Mannschaft um Coach Schwiekal und Assistant-Coach Vogel wurde vom Trainergespann auf das athletische und schnelle Spiel der Gäste eingestellt.

 

Das anvisierte Ziel war, mit Selbstvertrauen ins Spiel zu gehen und Zeulenroda gleich von Beginn an zu zeigen, dass dieses Spiel kein Selbstläufer wird. Bis zur neunten Minute konnte dieses Ziel erfolgreich erfüllt werden. Mit 15:16 ging man in die 10. Minute und Zeulenroda nutze die Gunst der Stunde, um das erste Mal deutlich anzuziehen. Die Jungs aus dem Saale-Orla-Kreis legten innerhalb von 3 Minuten 14 Punkte auf, ohne dass sich unsere Dritte ihrerseits mit Punkten im Spielberichtsbogen verewigen konnte. In der 13. Minute konnte dann der Bann gebrochen werden. Das restliche 2. Viertel konnte ausgeglichen gestaltet werden, so dass man mit einen 29:45 Rückstand in die Halbzeitpause ging.

 

Nachdem in der ersten Halbzeit die Routiniers Rinke und Straub noch 22 der 29 Punkte auflegten, haben sich in der zweiten Hälfte Neuzugang Tobias Jahrmarkt und Tobias Gruber in den Mittelpunkt gespielt. Während Jahrmarkt vor allem in der Verteidigung  gezeigt hat, wie wichtig er für die Mannschaft in Zukunft sein wird, vor allem durch seine starke physische Präsens, zeigte Tobi Gruber dass er  hart zum Korb gehen kann. So zeichneten sich beide Tobis zusammen verantwortlich für einen 7 Punktelauf Mitte des Dritten Viertels. Vor allem ein eindrucksvoller Dunk von Tobi Gruber über die Center der Zeulenrodarer brachte diese noch einmal dazu, an ihrer Verteidigungsleistung zu zweifeln. Leider konnte unsere Dritte die Gunst der Stunde nicht nutzen. Zeulenroda zog noch einmal an und konnte am Ende den Sieg mit 30 Punkten Vorsprung sichern (53:83). 

 

Am Ende haben kleinere Unsicherheiten in der Offense, ab und zu mangelndes Selbstvertrauen und die letzte Sicherheit in der Defense ein knapperes Spiel verhindert.

 

Für die USV VIMODROM Baskets Herren III spielten: Straub (19), Gruber (17), Rinke (7), Broda (6), Slowik (2), Petrasch (1), Höbbel (1), Jahrmarkt, Kühn, König, Siegmann

 

Weitere Spiele der USV VIMODROM Baskets

USV VIMODROM Baskets u16 gegen SG Basketball HSV-KSSV Weimar: 56:78

USV VIMODROM Baskets Damen II gegen KSSV Victoria Weimar-Schöndorf: 39:40


23.10.2017 12:35