Universitätssportverein Jena e.V.
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Tanzfest des Unisports

Die Hinrunde im Schnelldurchlauf

Rückblick auf die erste Saisonhälfte - Der USV Jena geht mit nur einem Sieg in die Winterpause


Leider präsentierten sich die Herren nicht immer so durchsetzungsstark wie Florian Wolf hier

Nach der starken Rückrunde der vergangenen Saison und dem damit verbunden Klassenerhalt, schaute man in der Oberaue voller Zuversicht auf die bevorstehende Spielzeit in der 2. Bundesliga Ost. Aufgrund der hohen Fluktuation an Spielern, mit der man in einer Universitätsstadt wie Jena konfrontiert ist, galt es zunächst eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen und auf ein ähnliches Leistungsniveau zu bringen. Somit wurde die Vorbereitungszeit für ausgiebige Fitness- und Passeinheiten, sowie einem Testspiel gegen die Unisportfreunde aus Halle genutzt. Nach knapp zweimonatiger harter Arbeit stand auch schon das erste Pflichtspiel an.

 

27. August: RU Hohen Neuendorf 66 - 7 USV Jena (Vorrunde Ligapokal)

Somit begann die Saison für den USV mit einem Auswärtsspiel bei der Rugbyunion im brandenburgischen Hohen Neuendorf. Beim ersten Kräftemessen in Wettkampfhärte wurden die Baustellen des Jenaer Spiels schonungslos aufgedeckt. Die Männer der RU, die in der Vorsaison den freiwilligen Gang in die Regionalliga antraten, nutzten die Abstimmungsfehler der Gäste bei Standardsituationen und in der Verteidigungsarbeit gnadenlos aus. Zu Beginn der zweiten Hälfte steigerte sich die neu formierte Mannschaft um Trainer Siegfried Clausnitzer und konnte das Spiel über mehrere Minuten ausgeglichen gestalten, wobei jedoch auf der Punktetafel wenig Zählbares zu verbuchen war. In der Konsequenz konnte das Spiel als ein weiterer Test angesehen werden, da man automatisch für die nächste Runde im Ligapokal qualifiziert war.

 

02. September: USV Potsdam 47 - 14 USV Jena

Eine Woche später stand das erste Ligaspiel beim Namensvetter in Potsdam an. Die Gäste aus Jena waren sofort hellwach und zeigten in der ersten Halbzeit eine starke Mannschaftsleistung und eine enorme Steigerung gegenüber der Vorwoche. Mehrere starke Phasen in Kombination mit einem engagierten Unterstützungsspiel führten dazu, dass es mit 14:14 in die Pause ging. Im zweiten Abschnitt schlichen sich jedoch einige Unkonzentriertheiten in das Jenaer Spiel, welche die Gastgeber aufgrund ihrer individuellen Klasse zu nutzen wussten. Am Ende stand eine punktlose Niederlage zu Papier, welche jedoch als Ansporn für kommende Aufgaben angesehen wurde, da man mit nur 17 angereisten Spielern einer Spitzenmannschaft der Liga über weite Strecken Paroli bieten konnte.

 

16. September: Veltener RC 34 - 14 USV Jena

Nach einem spielfreien Wochenende machten sich die Jenaer Schlachtenbummler zum nächsten Auswärtsspiel gegen eine weitere Topmannschaft der Liga auf. Aufgrund mehrerer Verletzungen und Krankheitsfälle stellte sich die Mannschaft gegen den Veltener RC quasi von allein auf. Es bot sich ein ähnliches Bild wie zwei Wochen zuvor gegen den USV Potsdam. Nach furiosem Beginn und aufopferungsvoller Verteidigungsarbeit ging es diesmal sogar mit einer verdienten Führung in die Pause. Doch erneut sollte sich der Personalmangel der Thüringer mit fortschreitender Spieldauer rächen. Ohne die Möglichkeit die aufgeriebenen Spieler adäquat zu ersetzen, konnten die immer größer werdenden Lücken in der Verteidigungslinie nicht geschlossen werden. So standen die Jenaer Rugger nach einer Reihe einfacher Versuche der Veltener erneut mit leeren Händen da.

 

07. Oktober: RC Dresden 15 - 27 USV Jena

Nach einer dreiwöchigen Spielpause machten sich die Jenaer Unisportler auf den Weg zum vierten Auswärtsspiel in Folge. Der Gegner war diesmal der Dauerkonkurrent aus Dresden, die RC Dresden Hillbillies. Die Thüringer wollten nun zeigen, dass sie durchaus ein ernstzunehmender Gegner in der 2. Bundesliga sind. Nach einem schnellen Rückstand zeigte die Mannschaft vom USV, die diesmal mit 21 Spielern antraten, eine starke Moral und so zeigte die Anzeigetafel erneut eine Halbzeitführung für die Jenaer Gäste an. Allerdings hatte man an diesem Tag aus alten Fehlern gelernt und über 80 Minuten eine konzentrierte Verteidigungsleistung gezeigt. Mit einigen Kombinationen über die quirlige Hintermannschaft konnte man zudem viermal in die sächsische Endzone eintauchen und somit einen verdienten Bonuspunktsieg gegen den Tabellennachbarn erringen. Mit dem Wissen um die eigenen Stärken und der neu entfachten Siegermentalität erwartete man in der kommenden Partie den ungeschlagenen Spitzenreiter der Liga, den Berliner SV 92.


13.12.2017 12:44 Von: Adrian Bubholz