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Aller guten Dinge sind drei

Der USV holt im dritten Spiel der Saison den ersten Sieg. Gegen den einzigen sächsischen Vertreter der 2. Bundesliga, den RC Dresden, gelang den Jenaer Herren ein knapper 27:15 (13:10) Erfolg. Damit konnte man mit dem direkten Tabellennachbarn dem Berliner RC gleichziehen.


© Klaas Krüger

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Spielen und dem schlechtesten Punktverhältnis der Liga sollte für den USV endlich der erste Sieg verbucht werden. Die Bilanz des Jenaer Teams bei den Auswärtsspielen in Dresden war indessen eher ernüchternd: Seit dem Aufstieg in die 2.Bundesliga konnte kein Spiel mehr in Dresden gewonnen werden. Beide Mannschaften waren bis auf wenige Ausnahmen mit einem vollem Kader angetreten, alles sprach somit für ein spannendes Spiel.

 

Die Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden. Nach einem tiefen Ankick der Dresdner ging der Ball den Jenaern direkt wieder verloren. Eine zu hohe Kontaktphase erlaubte es den Dresdener Spielern das Ei zurückzuerobern und bereits zwei Minuten nach Anpfiff in das Malfeld der Gäste einzutauchen. Dieser Schock motivierte das Team um Interimstrainer Christopher Molzahn jedoch nur weiter. So eroberten sie den Ball zurück und nach einer starken Gasse und dem darauffolgenden Paket war es an Ibrahima Diop den Spielstand wieder auszugleichen. Nach einem Straftritt der durch Alfons John ausgeführt wurde stand es 8:5 für die Jenaer Mannschaft.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der immer wieder von Durchbrüchen auf beiden Seiten geprägt wurde. Doch es zeigte sich, dass die Jenaer Hinterreihe zu diesem Spieltag aus dem Vollen hatte schöpfen können. Mit mehreren Offloads gelang es die Dresdener Verteidigung zu überwinden und über 40 Meter bis kurz vor das gegnerische Malfeld zu kämpfen, sodass Ferdinand Lindner schließlich relativ unbedrängt auf 13:5 erhöhen konnte.

Die Dresdner reagierten nun auf den Rückstand und setzten den USV in der Verteidigung immer stärker unter Druck. Beide Seiten konnten im Sturm die Gedränge für sich gewinnen, auch wenn der Jenaer Sturm dem Gegner sehr zu schaffen machte. Die Dresdner Hinterreihe schaffte es jedoch immer wieder Jenas Spieler effektiv zu stoppen und den Ball zurückzuerobern. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit nahm der Ballbesitz der Hausherren immer weiter zu. Durch starke Läufe im Sturm gelang es den Elbstädtern zum zweiten Mal Punkte zu erzielen. Zur Halbzeit stand es somit nur noch 13:10 aus Sicht des USV.

 

Die zweite Halbzeit begann ausgeglichen. Zwar hatten beide Mannschaften mehrere Möglichkeiten zu Punkten zu kommen, konnten diese aber nicht nutzen. Nach und nach passte sich die Jenaer Hinterreihe dem Spiel der Dresdner Verteidigung, die gewohnt schnell herausrückte, an. Dadurch kam es nun vermehrt zu guten Durchbrüchen über die Außenbahnen bis letztendlich Florian Rupp eine Lücke ausnutzte, mehrere Verteidiger aussteigen lies und auf 18:10 erhöhte. Alfons John traf die Erhöhung zum neuen Spielstand von 20:10. Doch das Spiel war 20 Minuten vor dem Ende alles andere als entschieden. Erneut gelang es den Dresdenern die Ballhoheit zurück zu erobern und Jena in der eigenen 22-Meter-Zone einzuschnüren. Doch anders als in den vergangenen Spielen in Potsdam und Velten hielt die Jenaer Verteidigung den Angriffsbemühungen des Heimteams stand. Der Sturm des USV konnte zudem die Gassen, und somit das Spiel der Dresdner immer effektiver stören. Nach einem Ballgewinn schaltete dann Alfons John am schnellsten und konnte mit einem Sprint über 60 Meter aus der eigenen Spielhälfte den vierten Versuch durch Christian Beer vorbereiten. Der Versuch durch die Dresdener kurz vor Ende der Partie bedeutete nur noch Ergebniskosmetik.

 

Auch wenn das Endergebnis mit 27:15 für Jena eher eindeutig scheint war das Spiel bis zum Ende offen. Beide Seiten haben sich einen guten Kampf geliefert und gezeigt, dass sie in der Liga bestehen können. Für den USV gilt es jetzt im ersten Heimspiel der Saison gegen den BSV '92 aus Berlin dort weiter zu machen, wo man gegen Dresden aufgehört hat. Das Spiel wird dabei an ungewohnte Spielstätte auf dem Platz der Sportwissenschaften hinter der Dreifelderhalle des USV stattfinden.

 

Es spielten:

1 Sven Stempfhuber

2 Paul Becker

3 Jean-Charles Dumont

4 Christian Beer (5)

5 Ibrahima Diop (5)

6 Savio Cesar Domingues

7 Florian Stahl

8 Christoph Lammert (c)

9 Kenny Jandausch

10 Tim Eggert

11 Alfons John (5)

12 Franz Mock

13 Florian Wolf

14 Florian Rupp (5)

15 Ferdinand Lindner (5)

 

16 Karl-Ronald Neumann

17 Robin Bubholz

18 Christian Browa (2)

19 Alexander Schmidt

20 Felix Bergens

21 Niclas Lieske


10.10.2017 10:10 Kategorie: Rugby
Von: Ibrahima Diop